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Elektronikproduktion | 29 Januar 2010

TEL nutzt AOI System von Göpel

TEL, Auftragsfertiger aus Chemnitz, hat sich für eine OptiCon BasicLine von GÖPEL electronic entschieden, wobei das Preis-Leistungs-Verhältnis der ausschlaggebende Punkt war.

Der EMS-Dienstleister TEL ist aus dem ehemaligen DDR-Kombinat Textima hervorgegangen, dem ca. 30 Betriebe angehörten. Damals entwickelte und fertigte man elektronische Steuerungen für Textilmaschinen. Nach der politischen Wende und dem Konkurs von Textima, gründeten vier Mitarbeiter mit Hilfe eines Investor-Unternehmens im Jahr 1993 die heutige TEL. Weiterhin wurde auf die Produktion von Leiterplatten und Steuerungen für Textilmaschinen gesetzt. Die Investorfirma zog sich 1999 jedoch aus dem Unternehmen zurück. Da die Textilmaschinenbranche nach und nach in die Brüche ging, musste man sich nach neuen Märkten und Kunden umsehen. Diese Neukundenakquise war erfolgreich, und das Unternehmen wuchs stetig von vier auf 14 Mitarbeiter. TEL spezialisierte sich als Auftragsfertiger für verschiedene Industriesegmente, die sie noch heute beliefert. Dabei handelt es sich z.B. um Firmen aus den Branchen Heizung-Klima-Lüftung, Sondermaschinenbau, Nutzfahrzeuge, Labortechnik, elektronisch-pneumatischer Bereich, und Energietechnik. Bild 1: typische Baugruppe, bei TEL gefertigt Seit 1995 fertigt TEL bestückte Leiterplatten und seit der Neuorientierung Ende der 1990er Jahre tätigt das Unternehmen ausschließlich Entwicklungen und Fertigungen nach Kundenauftrag. Zum Auftragsdesign gehören z.B. Mikrocontrollersteuerungen, eine Energiesteuerung für Motorräder eines bayrischen Unternehmens oder Ladegeräte für Hydraulikanlagen für Rettungsfahrzeuge. Bild 2: Blick in die Fertigung bei TEL Im Bereich der Qualitätssicherung wurde lange Zeit (bereits zu DDR-Zeiten) auf den In-Circuit-Test (ICT) gesetzt. Aus Kostengründen wurden ICT-Aufträge erst an ein benachbartes Testhaus und später an eine Firma in Bayern gegeben. Trotzdem ging der Anteil an Kunden welche bereit waren den ICT einzusetzen stetig zurück und es verblieben vorrangig partielle Funktionstests sowie manuelle Inspektionen (Sichtkontrollen). Frank Gerlach, seit 1999 Geschäftsführer des Chemnitzer Unternehmens, sagt: „Wir wollten den größten Nutzen bei minimaler Investition.“ Da auch seitens der Kunden sehr hohe Qualitätsanforderungen bestanden – teilweise waren bzw. sind die Boards doppelseitig SMD-bestückt – wurden die Planungen in Richtung eines Systems zur Automatischen Optischen Inspektion (AOI) akut. Auch hinsichtlich der weiteren ISO-Zertifizierungen spielte die Anschaffung einer AOI-Maschine eine entscheidende Rolle. Mitte 2008 stieg Uwe Heß als Leiter der Entwicklung und Qualitätssicherung bei TEL ein. Man evaluierte den Markt und nahm vier AOI-Anbieter sowie drei Scanner-Hersteller genauer unter die Lupe. Die Scanner-Lösung wurde schnell wieder ad acta gelegt, da „die Systeme zwar preiswert, deren Qualität und Einsatzbreite aber nicht mit Kamerasystemen vergleichbar waren“, so Uwe Heß. Auf der SMT/Hybrid/Packaging 2009 in Nürnberg wurden die ausgewählten AOI-System Anbieter aufgesucht und zu einem Benchmark eingeladen. Zusätzlich besuchten Frank Gerlach und Uwe Heß jeweilige Referenzkunden. Bild 3: Uwe Heß im Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter der GÖPEL electronic Nach einem eigenen Kriterien-Katalog wurden die AOI-Systeme verglichen und bewertet. Schließlich machte das OptiCon BasicLine von GÖPEL electronic das Rennen, weil "das Preis-Leisyungsverhältnis stimmte und weil es eine gute Software beinhaltet“, so Uwe Heß, „die nicht so stark limitiert wie bei anderen Anbietern ist“. Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium und Alleinstellungsmerkmal des OptiCon BasicLine war die Farbringerkennung. Da das System von GÖPEL electronic keinen Bildvergleich durchführt, sondern mit einem eigens entwickelten Algorithmus arbeitet, ist die Farbringerkennung sicher und stabil möglich. Die Verantwortlichen bei TEL bereuten ihre Entscheidung nie. „Wir haben kaum Rücklauf von Kunden“, erzählt Uwe Heß nicht ohne Stolz. Frank Gerlach fügt hinzu: „Es zeigt sich bereits nach einem halben Jahr, dass die Investitionskosten sich in kurzer Zeit amortisieren werden“. Man findet nahezu alle Fehler, hat eine geringe Pseudofehlerrate und spart enorm an Zeit ein. Bei kurzfristigen Kundenaufträgen konnte seit der Einführung der AOI die Auslieferungszeit teilweise um drei bis vier Tage verkürzt werden. Dabei wird das OptiCon BasicLine für drei verschiedenen Inspektionsaufgaben eingesetzt: für SMD-Bauteile von oben, SMD-Bauteile von unten und THT-Bauteile von oben. Bild 4: Auszubildende bei TEL am OptiCon BasicLine „Die Investition hat sich gelohnt, und wir sind sehr zufrieden mit der Maschine“, sagt Uwe Heß. Bereits nach einem halben Jahr ist die Erhöhung der Qualität signifikant, was sich am hohen Refinanzierungseffekt dank stark gesunkener Rücklaufquote äußert. „Für uns ist das ein Zeichen, dass wir alles richtig gemacht haben“, so der Qualitätsverantwortliche. Geschäftsführer Frank Gerlach berichtet mit einem zwinkernden Auge: „Wir bieten die AOI-Leistung mittlerweile als kostenlosen Service für unsere Kunden an, weil wir wissen, damit hochqualitative Leistungen anzubieten“.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-2