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Elektronikproduktion | 26 Januar 2010

Autobau geht nach Asien & Osteuropa; Zulieferer müssten folgen

Die weltweite Automobilzulieferindustrie startet mit tr├╝ben Aussichten in das neue Jahr. Obwohl die Umsatz- und Ergebniseinbr├╝che in 2009 nicht so stark waren wie anf├Ąnglich bef├╝rchtet, ist eine deutliche Erholung der Lage in 2010 noch nicht abzusehen.
W├Ąhrend Asien aufgrund des enorm starken chinesischen Marktes nach kurzer Verschnaufpause ungebrochen w├Ąchst, erwartet die Mehrheit der befragten Unternehmen f├╝r Europa fr├╝hestens in zwei bis drei Jahren eine R├╝ckkehr auf das Vorkrisenniveau; f├╝r den amerikanischen Markt sogar erst in drei oder vier Jahren, hei├čt es in einer Marktstudie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney. Die Umsatz- und Ergebniserwartungen f├╝r 2010 sind moderat. Im Vergleich zu 2009 gehen die befragten Unternehmen in diesem Jahr im weltweiten Durchschnitt von einer Seitw├Ąrtsbewegung mit einigen positiven Ausschl├Ągen in den Wachstumsm├Ąrkten Asiens aus, hei├čt es in der aktuellen Global Automotive Barometer-Studie des Unternehmens. Demnach wappnet sich die Zulieferindustrie f├╝r die schwierigen Zeiten mit weit reichendem Kosten- und Liquidit├Ątsmanagement. Die Mehrheit der befragten Zulieferunternehmen res├╝miert das abgelaufene Jahr etwas positiver als noch zu Beginn 2009 bef├╝rchtet. W├Ąhrend Anfang 2009 fast 70% der befragten Unternehmen Umsatzeinbr├╝che von ├╝ber 20% in 2009 erwartet haben, musste bei der Befragung am Jahresende nur etwa die H├Ąlfte der Teilnehmer derart hohe Umsatzr├╝ckg├Ąnge verzeichnen. Insgesamt waren aber ├╝ber drei Viertel der befragten Zulieferer von Umsatzeinbr├╝chen betroffen. Seitw├Ąrtstrend mit moderatem Wachstum F├╝r das neue Jahr 2010 ist weltweit mit einer Seitw├Ąrtsbewegung und einigen positiven Impulsen vor allem der Wachstumsm├Ąrkte in Asien zu rechnen. ├ťber 80% der Zulieferer erwarten eine Verbesserung des wirtschaftlichen Klimas der Automobilindustrie und gehen von einem steigenden Auftragseingang und vermehrten Anfragen aus. Darauf basierend erwarten drei Viertel f├╝r 2010 eine Umsatzsteigerung f├╝r ihr globales Gesch├Ąft von bis zu 10% gegen├╝ber dem Vorjahr. Diese Steigerung ist geringer als der durchschnittliche Umsatzeinbruch in 2009, so dass die Ums├Ątze insgesamt auch in 2010 unterhalb des Niveaus von 2008 bleiben werden. Das gleiche gilt f├╝r die Ergebniserwartungen: auch hier werden die Gewinne deutlich unter den Niveaus vor dem Einbruch liegen. Top-Herausforderungen 2010: Preisdruck, Beschaffung von Kapital und Berechenbarkeit der Absatzm├Ąrkte Nachdem in 2009 der Absatzeinbruch das ├╝berragende Problem war, sehen die befragten Zulieferer f├╝r das neue Jahr den harten Preiskampf als erneutes Topthema. Daneben werden der schwierige Kapitalzugang sowie die hohe Volatilit├Ąt der Bedarfsprognosen der Hersteller zu den drei gr├Â├čten Herausforderungen f├╝r 2010 gez├Ąhlt. Der schwierige Zugang zu Kapital ist eine Ursache daf├╝r, dass die meisten Unternehmen ihre Investitionsausgaben zur├╝ckhaltend planen. Trotz der weltweiten mittelfristigen Wachstumsaussichten planen lediglich 42% der befragten Unternehmen f├╝r 2010 ein h├Âheres Investitionsvolumen als im Vorjahr, das vor allem in Forschung und Entwicklung flie├čen soll. Dar├╝ber hinaus ben├Âtigen auch in diesem Jahr viele Unternehmen weiterhin Kapital f├╝r die Restrukturierung. Aktions- und Ma├čnahmenprogramme f├╝r 2010 geschn├╝rt An der Spitze der Priorit├Ątenliste der Zulieferer stehen f├╝r 2010 Produktivit├Ątssteigerungen, Verschlankung der Verwaltungsbereiche, Verbesserungen im Pricing, Steigerung der Innovationskraft sowie Ma├čnahmen zur Sicherstellung der Liquidit├Ąt. L├Ąngerfristige strategische Themen sind gegen├╝ber den aktuellen Aufgaben geringer gewichtet. Nur etwa ein Drittel der Zulieferer plant, grunds├Ątzliche strategische Fragen wie Outsourcing oder Anpassungen des Gesch├Ąftsportfolios zus├Ątzlich zu den ÔÇ×HausaufgabenÔÇť im operativen Bereich dieses Jahr aktiver anzugehen. Quelle: A.T. Kearney
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