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Allgemein | 21 Januar 2010

Toyota sichert sich Lithium-Vorkommen

Um sich f├╝r den erhofften Ansturm auf Elektroautos zu r├╝sten, hat sich Toyota in Argentinien eine eigene Lithiumquelle gesichert.
Den Grundstoff f├╝r Lithium-Ionen-Batterien liefert laut einem Bericht von derStandard ein australisches Bergbauunternehmen. Damit will sich der weltgr├Â├čte Autobauer den wichtigsten Rohstoff f├╝r Lithium-Ionen-Akkus sichern, die unabdingbar f├╝r die neue Generation von Hybrid- und vor allem Elektroautos ist. Produktion ab 2012 Ab 2012 soll ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Toyota Tsusho mit dem australischen Bergbauunternehmen Orocobre am Salzsee Salar de Olaroz die Produktion von Lithium beginnen. Ziel ist, ab 2014 rund 15.000 Tonnen Lithium zu gewinnen, was den Bedarf f├╝r drei Millionen Hybridauto-Batterien decken w├╝rde. Mit finanzieller Hilfe des japanischen Ministeriums f├╝r Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti) plant Toyota Tsusho, dessen Hauptaktion├Ąr Toyota ist, 25 Prozent des mit 40 Millionen US-Dollar kapitalisierten Joint Ventures zu ├╝bernehmen. Sorge vor Versorgungsengpass Die Japaner treibt die Sorge vor einem Engpass in der Lithiumversorgung, wenn der Markt f├╝r Elektroautos st├Ąrker boomen sollte als erwartet. Zwar reichen die bekannten Lithiumreserven nach einer Analyse des Experten Keith Evans aus dem Jahr 2008 auf Jahrzehnte aus, die Nachfrage zu decken. Allerdings k├Ânnte es zu Lieferengp├Ąssen des Rohstoffs kommen, wenn die Produzenten die Lithiumproduktion nicht schnell genug erweitern sollten. Als abschreckende Beispiel dient die Solarindustrie, die wegen des Booms in Europa jahrelang unter einer Knappheit von produktionf├Ąhigem Silizium litt, obwohl Silizium wortw├Ârtlich wie Sand am Meer verf├╝gbar ist. Gleiches k├Ânnte sich bei Lithium-Ionen-Akkus wiederholen, deren Markt nach einer Vorhersage des Marktforschungsunternehmens Fuji Keizai bis 2014 um das 90-fache auf 2250 Mrd. Yen (17,5 Mrd. Euro) wachsen soll. Chinas Rohstoffsicherung Asiatische Konzerne bem├╝hen sich seit Jahren, Lieferquellen zu sichern. Besonders aktiv sind - sehr zum Leidwesen der Japaner - Chinas Staatskonzerne, die global Rohstoffquellen erwerben. Bei seltenen Erden, die f├╝r viele gr├╝ne Techniken bisher unentbehrlich sind, ist es dem Land spektakul├Ąr gelungen, andere Anbieter durch Niedrigpreispolitik vom Weltmarkt zu fegen. Inzwischen kontrolliert China nach einigen Sch├Ątzungen bis 97 Prozent der Produktion dieser Metalle. Strategie: Batterien in Eigenregie produzieren Um nicht durch Engp├Ąsse im Aufbau einer Massenproduktion behindert zu werden, haben Toyota und Erzrivale Nissan die Batterieherstellung als strategisches Gesch├Ąftsfeld definiert. Und: Sie produzieren Batterien in Eigenregie, anstatt sich darauf zu verlassen, dass die rasch wachsende Zahl von Akku-Herstellern rechtzeitig liefert.
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2019.02.20 12:04 V12.2.3-1