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© AT&S Leiterplatten | 11 Dezember 2009

5Q/5A: Dr. Harald Sommerer hat unsere Fragen beantwortet

5 Fragen & 5 Antworten: Dr. Harald Sommerer, Chef des österreichischen Leiterplatten-Herstellers AT&S, beantwortet unsere Fragen.


• Wie gut haben Sie das Jahr 2009 und den wirtschaftlichen Abschwung verkraftet?
AT&S ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Durch Kosteneinsparungsmaßnahmen und die Neuausrichtung des Standorts Leoben-Hinterberg auf das europäische Geschäft – das hier in den vergangenen 12 Monaten mehr als verdoppelt werden konnte – wurde AT&S schlagkräftig für die Zukunft ausgerichtet. Die finanzielle Stärke des Unternehmens erlaubte es, auch während der Krise innovative Technologien weiterzuentwickeln.

Die serientaugliche Integration von Bauteilen in das Innere der Leiterplatte mittels ECP Technologie schreitet zügig voran. Die 2.5D Technologie ermöglicht sowohl Kavitäten, als auch die polyimidfreie Herstellung von starrflexiblen Leiterplatten. Mit der NucleuS Technologie können serientauglich Leiterplatten unter optimaler Ausnutzung des Produktionsformates separat produziert und erst vor Auslieferung an Bestückungsunternehmen in Rahmen verbunden werden.

• Welche Maßnahmen sind notwendig, so dass die europäische Leiterplatten-Industrie überleben kann?
Durch die Wirtschaftskrise wurde die Marktbereinigung beschleunigt. Schwache Unternehmen, die in der Vergangenheit nur über den Preis wettbewerbsfähig waren, wurden insolvent. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch 2010 fortsetzen wird. Damit leistet die Krise einen wesentlichen Beitrag zur Gesundung und nachhaltigen Sicherung der europäischen Leiterplattenindustrie, denn die weiterhin bestehenden Unternehmen sind in der Regel gut aufgestellt.

• In welchen Bereichen sehen Sie die größten Wachstumschancen für Ihr Unternehmen?
Im Massengeschäft konzentriert sich AT&S auf das High-end Segment hochlagiger HDI-Leiterplatten. Der Trend zu Smartphones wird weiter zunehmen. Diese Geräte erfordern komplexe elektronische Bauteile, die ihrerseits die Komplexität der Leiterplatte treiben.

Im kleinervolumigen europäischen Geschäft bietet AT&S eine Vielzahl von Lösungsansätzen an, etwa in den Bereichen Thermal-Management und starrflexibler Lösungen. Das Werk in Korea beliefert in zunehmendem Maße europäische Kunden mit hochtechnologischen flexiblen Leiterplatten.

• Sind für 2010 Investitionen geplant?
Abhängig von der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung wird AT&S zwischen EUR 25 Mio. – für Instandhaltung und die Weiterentwicklung neuer Technologien – und EUR 80 Mio. – darüber hinaus für den Kapazitätsaufbau in China und Indien – investieren.

• Wo sehen Sie – als europäischer Leiterplatten-Hersteller – Ihre Wettbewerber?
Für den europäischen Markt definitiv in Europa, für den globalen Markt in Asien.

Kommentare

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