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Leiterplatten | 22 Juli 2009

Zevens-Unternehmensgruppe plant, RUWEL-Werk Pfullingen zu übernehmen

Für den schwäbischen Standort Pfullingen der RUWEL GmbH mit Hauptsitz im niederrheinischen Geldern zeichnet sich eine Zukunftslösung ab. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hatte angekündigt, dass das Werk Pfullingen aus eigener Kraft nicht über den 31. August hinaus fortgeführt werden kann.
Nunmehr liegt ein Angebot des früheren RUWEL-Eigentümers Bernd Zevens vor, den Standort Pfullingen zum 1. September 2009 zu übernehmen.

Der Klever Unternehmer Bernd Zevens hatte RUWEL 1993 erworben und durch die Übernahme von fünf weiteren Werken zum größten Leiterplattenhersteller in Europa ausgebaut. 1994 hatte er bereits das erst 1991 völlig neu erbaute Werk Pfullingen in die Gruppe integriert. Die RUWEL-Gruppe führte er bis 2001 selbst aktiv, bevor er den Aufsichtsratsvorsitz übernahm und diese Funktion nach der Veräußerung des Unternehmens 2006 abgab.

Das Werk Pfullingen fertigt Muster, kleine und mittlere Serien von zweiseitigen Schaltungen, Multilayer bis 20 Lagen sowie hoch komplexe Schaltungen in Laser-Microvia-Technologie. Hauptabsatzbranchen sind die Industrieelektronik und die Medizintechnik. Die Kunden sind überwiegend regional im süddeutschen Raum angesiedelt.

Bernd Zevens, der dem Standort Pfullingen bis heute noch vertraglich verbunden ist, will mit dem beschriebenen Produktportfolio das Werk in die Lage versetzen, selbständig auf Dauer am Standort Deutschland zu agieren. „Wegen der vertraglichen Verbindungen und aus strategischen Erwägungen macht es daher Sinn, das mir vertraute Werk Pfullingen wieder in meine Unternehmensgruppe aufzunehmen“, erläuterte Zevens sein Angebot an den Insolvenzverwalter. Über Einzelheiten des Angebotes selbst haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Den RUWEL-Hauptsitz im niederrheinischen Geldern wird Insolvenzverwalter Horst Piepenburg aufgrund der stabilisierten Auftragslage auf jeden Fall bis zum Jahresende weiterführen können. Mit rund 220 Mitarbeitern hat das Werk Geldern heute eine auch auf Dauer wirtschaftliche Betriebsgröße erreicht. Die beiden Werke Geldern und Pfullingen ergänzen sich von den angebotenen Seriengrößen her. Überschneidungen im Leistungsspektrum bestehen kaum. Da man bislang einige Kunden arbeitsteilig bedienen konnte, ist angedacht, dass beide Standorte auch künftig miteinander kooperieren.

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