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Leiterplatten | 17 Juli 2009

RUWEL gewinnt Zeit für die Investorensuche

Der vollstĂ€ndige GeschĂ€ftsbetrieb des deutschen Leiterplattenherstellers RUWEL am Hauptsitz im niederrheinischen Geldern ist bis Jahresende gesichert. In der kommenden Woche wird sich der Insolvenzverwalter ebenfalls zur Zukunft des Pfullinger RUWEL-Werkes Ă€ußern.
"Es wĂ€re eine Schande, ein seit Jahrzehnten am Markt etabliertes Unternehmen mit ordentlich gefĂŒllten OrderbĂŒchern zu schließen und auch alle verbliebenen Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit zu schicken“, sagte Insolvenzverwalter Horst Piepenburg, der die RUWEL GmbH seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Mai des Jahres in Eigenregie fĂŒhrt. Voraussetzung dafĂŒr sind die seitdem durchgĂ€ngig erwirtschafteten ausgeglichenen Ergebnisse. Dazu hatte sich das Unternehmen jedoch von der HĂ€lfte der Belegschaft trennen mĂŒssen.

„Unsere Kunden haben erkannt, dass ein Ausscheiden eines QualitĂ€tslieferanten wie RUWEL weit reichende strategische Auswirkungen auf ihre Zuliefersicherheit in Europa haben wĂŒrde“, freut sich Piepenburg ĂŒber eine positive Entwicklung im Auftragseingang mit einem Book-to-Bill-VerhĂ€ltnis von durchschnittlich 2,6 in den vergangenen Monaten. DarĂŒber hinaus profitierte RUWEL von Lieferproblemen einiger Wettbewerber aufgrund von QualitĂ€tsdefiziten oder zu langer Lieferzeiten, da diese ihre KapazitĂ€t zu drastisch gekĂŒrzt hatten. „Wir haben freie KapazitĂ€t und eine enorm motivierte, flexible Truppe“, freut sich Horst Piepenburg auch darĂŒber.

Die zweite JahreshĂ€lfte wird RUWEL unter Leitung des Insolvenzverwalters jetzt intensiv fĂŒr die recht schwierige Investorensuche nutzen: „Mit rund 220 Mitarbeitern in Geldern haben wir eine wohl auch auf Dauer wirtschaftliche BetriebsgrĂ¶ĂŸe erreicht, die durchaus dazu geeignet ist, auch den einen oder anderen derzeit freigestellten Mitarbeiter wieder ins Werk zurĂŒckzuholen“, zeigt sich Horst Piepenburg gedĂ€mpft optimistisch.

Denn: „Ohne eine Lösung fĂŒr die etwa 200 anhĂ€ngigen KĂŒndigungsschutzklagen in Geldern werden wir keinen Investor finden, der den Betrieb auch im kommenden Jahr weiter fĂŒhren wird. FĂŒr so viele Mitarbeiter gibt es ganz einfach keine Arbeit.“ MĂŒsste das Unternehmen aufgrund dieses Umstands schließen, so stĂŒnden alle Mitarbeiter auf der Straße und mit leeren HĂ€nden da. „Ich bin Sanierer aus Leidenschaft, aber man muss mich auch lassen
“, sagt der prominente Insolvenzverwalter.
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