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Elektronikproduktion | 05 Juni 2009

E.ON & Schüco mit Solarmodul-Produktion in Magdeburg

Malibu GmbH & Co. KG (ein Gemeinschaftsunternehmen von E.ON und SchĂŒco) hat ein neuartiges Solar-DĂŒnnschichtmodulen in SĂŒlzetal (Osterweddingen) bei Magdeburg in Betrieb genommen.
Mit dieser Investition in Höhe von €100 Mio. sind rund 120 neue ArbeitsplĂ€tze in Sachsen-Anhalt geschaffen worden. Am Forschungs- und Entwicklungsstandort in Bielefeld entstanden zusĂ€tzlich 30 ArbeitsplĂ€tze. Das neue Werk liegt verkehrsgĂŒnstig an der Autobahn A14 im Gewerbegebiet SĂŒlzetal (Osterweddingen) sĂŒdlich von Magdeburg. Die hier von Applied Materials installierte DĂŒnnschicht-Produktionsanlage ermöglicht die Herstellung von PV-Modulen aus besonders großen Glasplatten mit einer GrĂ¶ĂŸe von bis zu 5,7 mÂČ (2,20 x 2,60 m), wodurch sich die Produktionskosten fĂŒr Solarmodule senken und die Produktionseffizienz erheblich steigern lassen. Die JahreskapazitĂ€t der Anlage betrĂ€gt 40 Megawatt (MW). High-Tech-ArbeitsplĂ€tze in Deutschland Rund €100 Millionen wurden dazu von den Partnern investiert. Die Produktion von DĂŒnnschicht-Modulen in SĂŒlzetal (Osterweddingen) bei Magdeburg wird von einer intensiven Forschung der Weiterentwicklung der Technologie am Standort Bielefeld begleitet. Damit wurden durch „Malibu“ am Standort Deutschland etwa 150 hochqualifizierte ArbeitsplĂ€tze und AusbildungsplĂ€tze in Entwicklung, Forschung und Produktion zukunftsweisender Solartechnologie geschaffen. Im Joint Venture „Malibu“ werden die Kompetenzen des Energieversorgers E.ON und der SchĂŒco International KG, die sich als europĂ€ischer MarktfĂŒhrer seit 1951 mit energieeffizienter Glasfassadentechnik befasst gebĂŒndelt. „Der Start von Malibu ist ein echter Meilenstein fĂŒr SchĂŒco und eine bedeutende Erweiterung des Bereichs Solar. Zu der bisherigen Fertigung von Solarkollektoren kommt nun die hochmoderne Produktion und stetige Weiterentwicklung von DĂŒnnschicht-Photovoltaikmodulen hinzu. Wir kommen hiermit unserem Ziel, die gebĂ€udeintegrierte Photovoltaik zu einem festen Bestandteil der Fassade zu machen, immer nĂ€her“, erlĂ€utert Dirk U. Hindrichs das Engagement von SchĂŒco. E.ON Vorstandsvorsitzender Wulf H. Bernotat: Photovoltaik hat das Potenzial, in großen Solarfarmen klimaschonend Strom aus der Kraft der Sonne zu gewinnen. Mit unserem Engagement im Joint Venture Malibu und dem Aufbau von modernen Solarfarmen wollen wir die Solarenergie im industriellen Maßstab nutzbar machen. Unser Ziel ist es, neben der Windkraft Strom aus Sonne zum zweiten, starken Standbein der Erneuerbaren Energien im E.ON-Energiemix aufzubauen. ErneuerÂŹbare Energien gehören bei E.ON zum KerngeschĂ€ft und sind ein elementarer Baustein einer kĂŒnftigen Energieversorgung, bei der Versorgungssicherheit, UmweltvertrĂ€glichkeit und Wirtschaftlichkeit keine unvereinbaren Ziele mehr sind. Dr. Rainer Haseloff, Minister fĂŒr Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt: "Sachsen-Anhalt hat sich zu einer der weltweit fĂŒhrenden Regionen in der Photovoltaikbranche entwickelt. Derzeit kommt ein Zehntel der weltweit hergestellten Solarzellen aus unserem Bundesland. Hier sitzen die Köpfe, hier gibt es das Know-how. Durch die Inbetriebnahme der Solarmodul-Produktion der Malibu GmbH wird der Solarstandort Sachsen-Anhalt weiter gestĂ€rkt und der derzeitige Wettbewerbsvorteil erhalten." DĂŒnnschicht-Solarzellen als wegweisende Technologie In den DĂŒnnschichtzellen wird amorphes Silizium eingesetzt, wodurch - im Gegensatz zu den bekannten mono- und polykristallinen Zellen - Schichtdicken von nur wenigen Mikrometern (”m) fĂŒr die Solarzelle mit einen Wirkungsgrad von derzeit rund 7 Prozent ausreichen. Dadurch können erhebliche Mengen teurer Rohstoffe eingespart werden. Gerade die 5,7 mÂČ großen Module mit einer Leistung von bis zu 460 Watt eignen sich hervorragend fĂŒr den Einsatz als Fassadenelemente und verbessern damit die bereits heute starke Position von SchĂŒco als MarktfĂŒhrer im Bereich der gebĂ€udeintegrierten Photovoltaik (kurz: BIPV, Building Integrated PV). Aber auch in Großanlagen kommen derartige Module immer mehr zum Einsatz, wie der jetzt abgeschlossene erste Bauabschnitt fĂŒr den ersten Solarpark von E.ON in Le Lauzet/SĂŒdfrankreich zeigt. Die Solarenergie weltweit kann kĂŒnftig in einer ganz neuen GrĂ¶ĂŸenordnung erschlossen werden. Bildquelle: E.ON
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