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Elektronikproduktion | 13 Mai 2009

EMS: Umweltaspekte ignorieren - keine Option für die Telekommunikations-Infrastruktur

Modernste Kommunikations-Technologie kann eine erhebliche Rolle bei der nachhaltigen Gestaltung der Zukunft spielen. Umweltbewusstes Denken reduziert bereits heute die Betriebskosten der Datenzentren und ländlichen Basisstationen

Der Bereich der Informations- und Kommunikations-Technologien (ICT) ist aktuell verantwortlich für 2% der weltweiten Kohlendioxid-Emission. Über 2/3 davon entfallen auf die Netzwerk-Infrastruktur. Bei den Basisstationen hat umweltbewusstes Handeln bei der Materialauswahl für Herstellung der Stationen begonnen und geht weiter bei der Betriebseffizienz, insbesondere Wartungs- und Energiemanagement-Lösungen. Technische Entwicklungen erhöhen die Effizienz der Basisstationen und senken zugleich Kosten und Auswirkungen auf die Umwelt. Bei Anwendung neuester Technologien kann der Energieverbrauch einer Basisstation um bis zu 70% reduziert werden. Entsprechend niedriger ist dann der CO2-Ausstoß. Alternative Energien werden untersucht, um die Flächenabdeckung in ländlichen Gebieten mittels Solar- und Windenergie sowie Biotreibstoffen zu erweitern. Kosteneffizienz als treibende Kraft Die Reduzierung der weltweiten CO2-Emission ist auch durch Kostengesichtspunkte motiviert. Zu den Triebfedern gesteigerter Energieeffizienz gehören an oberster Stelle die Kosten für Energie und Rohstoffe, die für Fortschritte beim Recycling und einer effizienten Materialausnutzung sorgen. Neben finanziellen Vorteilen sorgen auch Umweltgesetze und Verordnungen in der Kommunikationsindustrie und bei den Netzwerkausrüstern für eine nachhaltig umweltbewusste Zukunftsgestaltung. Die Umweltgesetzgebung hat ihren Ursprung häufig in Europa, wird jedoch meist weltweit ähnlich übernommen. Ein gutes Beispiel dafür ist die neue EU-Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien), die im Juni 2007 in Kraft getreten ist. Die Verordnung zielt darauf ab, im Umgang mit Chemikalien den höchstmöglichen Sicherheitsstandard für Mensch und Umwelt sicherzustellen. Die Rolle der EMS-Unternehmen Kunden eines EMS-Dienstleisters müssen sich stets sicher sein können, dass die Betriebe nachhaltig und ethisch vertretbar handeln. Elcoteq berücksichtigt den Umweltschutz in allen Stufen des Produktlebenszyklus: Entwicklung, Vorserie, Serienproduktion und Kundendienst/Service. Seit Jahren sind Elcoteqs weltweite umweltpolitische Ziele die Verringerung des Energieverbrauchs, Verringerung des Abfallaufkommens sowie eine höhere Recyclingquote des Abfallmaterials. Alle Werke des Unternehmens halten die nationalen und internationalen Umweltgesetze und Verordnungen sowie die allgemein anerkannten Prinzipien des Umgangs mit der Umwelt ein. Recyclebarkeit der Produkte Elcoteq nutzt weltweit ein Programm, das speziell für das interne Materialdaten-Management entwickelt wurde. Mit Hilfe dieses Werkzeugs können die chemischen Inhaltsstoffe aller Bauelemente und Materialien eines Produkts gespeichert, analysiert und in Berichten ausgegeben werden. Dieses System erleichtert es, die Recyclebarkeit eines Produktes zu dokumentieren. Es ist eine große Hilfe, um künftige Anforderungen, wie z. B. die EuP-Richtlinie (Energy-using-Products), leichter zu erfüllen. Elcoteq setzt in seinen F&E-Projekten konsequent auf umweltfreundliches Design (Design for Environment DfE). Um beispielsweise sicherzustellen, dass die Recyclingfähigkeit eines neuen Produkts optimiert wird und die Verwendung gefährlicher Stoffe, Energieverbrauch und Materialeinsatz bereits in der Entwicklungsphase minimiert werden, hat Elcoteq einen DfE-Plan entwickelt, der einen Projektplan einschließlich einer Checkliste mit Umweltkriterien beinhaltet. Letztlich gibt es bei der Infrastruktur der Kommunikationsnetze noch ein riesiges Potenzial zur Reduzierung schädlicher CO2-Emissionen durch Verbesserung der Energieeffizienz und Senkung des Energieverbrauchs. Einfach ausgedrückt: Umweltaspekte zu ignorieren ist keine Option für die Industrie. Autor: Elina Kokko (Elcoteq Blog)
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