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Allgemein | 10 März 2008

'Lean' verschlingt wertvolle Arbeitszeit

Intensiv, effektiv und keine Verschwendung - drei Ziele, die durch 'Lean Production' erreicht werden sollen. Ein Bericht der dänischen Zeitschrift ’Ingeniören’ zeigt jedoch, das Lean einen wesentlichen Teil der Arbeitszeit verschlingt.

'Lean' wird oft als Überbegriff für effektivere Prozesse, geringeren Zeitverlust und weniger Verschwendung im Produktionsablauf verwendet. Der Bericht zeigt jedoch, das Lean wesentlich längere Arbeitszeiten und zusätzliche Arbeit bedeutet. Man braucht Zeit um Zeitverschwendung zu unterbinden. Paradoxerweise haben Führung und Personal gleichermaßen erfasst, dass der Lean-Gedanke, seit seiner Einführung vor zwei Jahren, zusätzliche Arbeitszeit und -aufwand bedeutet. Obwohl das dänische Produktionsunternehmen Linak den neuen Lean-Gedanken in seine Strukturen eingebunden hat, bestehen Zeitverschwendung und Mehrarbeit auch weiterhin. Das beruht vornehmlich auf der Tatsache, dass andere Bereiche nicht nach den gleichen Prinzipen arbeiten. 42% der von Capacent Epinion befragten Ingenieure antworteten, dass durch das Lean-Projekt die Zeitverschwendung zugenommen hat oder ist auf dem selben Niveau stehen geblieben ist. 40% berichten, dass zudem der Arbeitsaufwand angestiegen ist. Für Ivar Friis, Dozent an der Handelshochschule in Kopenhagen, ist das kaum überraschend. Er glaubt, dass Manager oft vergessen, dass das Lean-Projekt meist größere Mitarbeiterkosten hervorruft. Mitarbeiter müssen für Besprechungen und Zeitpläne zusätzliche Arbeitszeit investieren. "Diese Zeit wird von Mitarbeitern meist als Verschwendung angesehen, sobald keine sichtbaren Ergebnisse erzielt werden konnten. Die Tendenz zeigt, dass viele Lean-Projekte mit zuviel Bürokratie und detailgenauen Analysen belastet werden, welche wiederum die eigentliche Wirksamkeit dieser Arbeitsmethode verringern", erklärt er im Bericht des 'Ingeniören'.
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