Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Bauteil | 22 Februar 2008

Chip-Distribution in Europa schwächelt in 2007

Nach Rekordumsätzen in 2006 verzeichneten die europäischen Chip-Distributoren in 2007 niedrigere Umsätze. Dabei war die Situation je nach Region und Produktsegment allerdings ganz unterschiedlich und auch die Dollarschwäche hatte einen nicht unerheblichen Einfluss.
Die europ√§ischen Bauteil-Distributoren verzeichneten im vierten Quartal 2007 einen Umsatzr√ľckgang von 6 Prozent und von 1,9 Prozent im ganzen Jahr. Laut DMASS (Distributors‚Äô and Manufacturers‚Äô Association of Semiconductor Specialists) erreichten die Ums√§tze der Halbleiterdistributoren und der Halbleiterhersteller (nur DMASS-Mitglieder) in Q4/2007 einen Gesamtumsatz von 1,21 Milliarden Euro und von 5,37 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2007.

Wichtig dabei ist, dass DMASS nur die Halbleiterums√§tze im industriellen Bereich und nicht aus dem PC-Bereich ber√ľcksichtigt.

Ian Bass, Chairman von DMASS, kommentiert die Marktdaten 2007: "Nach dem Rekordjahr 2006 war ein zyklischer Konjunkturr√ľckgang fast unvermeidlich. Ich w√ľrde einen R√ľckgang von 1,9% Prozent als eine einigerma√üen weiche Landung bezeichnen. Aus unserer Perspektive ist der leichte R√ľckgang ist nicht auf eine sinkende Nachfrage oder kleinere St√ľckzahlen zur√ľckzuf√ľhren - ein klares Zeichen f√ľr die starke Position der Hersteller in Europa - sondern auf einen schwachen US Dollar und die riesigen Preisdifferenzen zwischen Europa und Asien, welche zu einem hohen Preisdruck f√ľhren. So sind die von DMASS erhobenen Ums√§tze in US-Dollar gerechnet im Jahr 2007 um 6,6 Prozent gestiegen."

Regional ist das Bild sehr gemischt. √úber das gesamte Jahr betrachtet, war das h√∂chste Wachstum in Osteuropa (plus 15,9%) und Benelux (plus 15,5%), gefolgt von der Schweiz (plus 4,3%) und Deutschland (plus 0,2%) feststellbar. Osteuropa hat sich damit zum drittgr√∂√üten Markt (594 Millionen Euro in 2007) hinter Deutschland (1.74 Milliarden Euro) und Italien (690 Millionen Euro) entwickelt. Das Vereinigte K√∂nigreich und Frankreich, welche neben Israel den gr√∂√üten R√ľckgang verzeichneten, erreichten in 2007 einen Umsatz von 515 Millionen Euro (-15,7 %) und 455 Millionen Euro (-11,1 %). Auch in Nordeuropa war die Entwicklung sehr unterschiedlich: R√ľckgang in Finnland -10,6% und D√§nemark -2,8% und einstelliges Wachstum in Schweden +4,1 % und Norwegen +4%.

Ian Bass: "W√§hrend das fortgesetzte Wachstum in Osteuropa nicht √ľberrascht, ist der starke Aufschwung in Benelux unerwartet. Deutschland blieb leicht positiv. √úber das Gesamtjahr betrachtet, ist der deutsche Markt jetzt gr√∂√üer als Italien, Frankreich und das Vereinigte K√∂nigreich zusammen."

Ian Bass meint weiter: "Im Hinblick auf die Produkte ist es ermutigend, dass typische Distributionsprodukte, wie MCUs, Standardanalog, Power, Diskrete und Lampen ihr Wachstumsmoment sogar bei diesem R√ľckgang beibehalten konnten und nicht viel Masse verloren, au√üer durch Preiserosion."

Ian Bass glaubt nach wie vor, dass "Europa viel besser dasteht als dies die Zahlen vermuten lassen, und dass ein gro√ües Potential f√ľr eine weltweit f√ľhrende Position in einigen dynamischen M√§rkten besteht, wie Industrie- , Automobil- und zunehmend auch Umwelttechnologie. Europa ist in diesen Bereichen f√ľhrend in der Entwicklung und wird beim n√§chsten Aufschwung hier profitieren."

Einen ausf√ľhrlicheren Bericht in englischer Sprache und Grafiken finden Sie bei www.evertiq.com.
Weitere Nachrichten
2018.12.13 13:08 V11.10.14-2