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Elektronikproduktion | 13 Dezember 2007

ZF strebt nach Osteuropa

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG will sein Engagement in Osteuropa ausweiten. Um zehn Prozent soll der Umsatz in den osteuropĂ€ischen LĂ€ndern steigen. In diesen LĂ€ndern geht es noch immer um die Markterschließung. Eine PrĂ€senz vor Ort ist daher Voraussetzung, um mit den dortigen Autoherstellern ins GeschĂ€ft zu kommen.
Zum 1. Juli hatte ZF das tschechische Unternehmen Value Engineering Services ĂŒbernommen, das nun als ZF Engineering Pilsen zu einem wichtigen Baustein in der globalen Entwicklungsstrategie des ZF-Konzerns wird. Mit rund 60 Mitarbeitern hat die 2002 gegrĂŒndete Firma im Jahr 2006 ein GeschĂ€ftsvolumen von 3,4 Mill. Euro erzielt. „Mit ZF Engineering Pilsen untermauern wir unsere Technologie-FĂŒhrerschaft und stĂ€rken die Entwicklungskompetenz unseres Unternehmens“, erklĂ€rt ZF-Vorstandschef Hans-Georg HĂ€rter die strategische Bedeutung der Übernahme. „Um mit neuen Produkten und neuen Technologien profitabel wachsen zu können, mĂŒssen wir unsere EntwicklungskapazitĂ€ten marktnah ausbauen.“ Die Wahl sei unter anderem deshalb auf Pilsen gefallen, so HĂ€rter, weil die dortige Technische UniversitĂ€t viele Elektronik- und Mechatronik-Ingenieure ausbildet – hoch qualifizierte Mitarbeiter jener Fachrichtungen also, die in Westeuropa kaum in der benötigten Zahl vorhanden sind. Dort sollen vor allem in der Elektronik, der Mechatronik und Konstruktion rasch Kompetenzfelder aufgebaut werden. Dieser neue Baustein der globalen Entwicklungsstrategie des Konzerns soll in den nĂ€chsten Jahren weiter aufgebaut werden, im modernen GebĂ€ude haben rund 150 Mitarbeiter Platz. Im ungarischen Eger baute die ZF Friedrichshafen AG bereits vor ĂŒber elf Jahren ihren ersten Standort in Osteuropa auf. Heute gibt es in Ungarn zwei Werke. DarĂŒber hinaus hat ZF zwei Standorte in der Slowakei und will einen weiteren Standort in 2008 eröffnen. Seit zwei Jahren ist ZF auch in der russischen Förderation aktiv. Dort unterhĂ€lt der Antriebs- und Fahrwerkkonzern in Nabereszhnye Chelny in der russischen Teilrepublik Tartastan ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem russischen LKW- und Bushersteller Kamaz, der zu den zehn grĂ¶ĂŸten Nutzfahrzeugherstellern der Welt gehört.
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