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Allgemein | 04 Dezember 2007

Fachkräfte werden auch in Osteuropa langsam knapp

In Mittel- und Osteuropa sind Fachkräfte derzeit gesucht wie nie. Noch vor nicht langer Zeit gab es dagegen wenige Arbeitsplätze und viele Arbeitslose.
Mittlerweile hat sich jedoch die Situation grundlegend gewandelt und auch in den fr√ľheren kommunistischen L√§ndern werden die Fachkr√§fte langsam knapp. Laut dem Personaldirektor Europa von Electrolux AG gingen noch vor drei Jahren Hunderte, vielleicht Tausend Bewerbungen pro Arbeitsplatz in Polen ein. Heute dagegen m√ľssen die Leute gesucht werden. In vielen L√§ndern scheint der Fachkr√§ftemangel f√ľr die Unternehmen mittlerweile zum Problem zu werden. So melden in Lettland 52% der Unternehmen, in der Tschechischen Republik 51%, in Litauen 49%, in Ungarn 40%, in Bulgarien 38%, in Rum√§nien 38% und in Polen 36% eine derartige Knappheit. Dies wirkt sich auch auf den durchschnittlichen Jahreslohn aus, der im Zeitraum von 2004-2006 in den verschiedenen L√§ndern unterschiedlich stark gestiegen ist. So in Litauen um 11%, in Lettland 9%, Estland 7,9%, Slowakei 4%, Tschechische Republik 3,9%, Ungarn 2,3% und in Polen um 2%. Eva Kulhankova, Personalmanager von STMicroelectronics in Prag meint: "Das Hauptproblem f√ľr uns ist, dass aus den lokalen Universit√§ten zu wenig Absolventen mit dem richtigen Profil kommen. ST sucht daher wie viele andere Unternehmen in der Region jetzt nach Mitarbeitern in Bulgarien, Rum√§nien und den fr√ľheren Sowjetrepubliken." EMS-Anbieter sind in derselben Situation. Elcoteq mit seinem Werk in Estland meldet mehr als 100 offene Stellen. Heikki M√§ki, Gesch√§ftsf√ľhrer von Elcoteq in Estland, sagt: "Die Arbeitslosenquote ist in Tallinn nahe bei Null. F√ľr Elcoteq stellt diese Knappheit derzeit aber kein Problem dar, da wir Personal von unseren anderen Betrieben verlagern k√∂nnen und wir gegenw√§rtig nicht expandieren." Laut Ott√≥ Sink√≥, CEO beim ungarischen Fertigungsdienstleister Videoton, gibt es zwar in ganz Osteuropa einen Arbeitskr√§ftemangel, der jedoch stark standortabh√§ngig sei. "Die Mobilit√§t der Arbeitskr√§fte ist in dieser Region aber deutlich niedriger, so dass die regionalen Differenzen sehr verschieden sein k√∂nnen", meint Sink√≥.
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