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Leiterplatten | 15 Oktober 2007

Auszeichnung für Integration optischer Wellenleiter in Leiterplatten

Die Physikerin Dr. Ruth Houbertz-Krauß vom Fraunhofer Institut ISC in Würzburg wurde für ihre Arbeiten zur Integration optischer Wellenleiter in Leiterplatten mit dem begehrten Fraunhofer-Preis ausgezeichnet.
Das Projekt zur Integration optischer Wellenleiter in Leiterplatten wurde ursprünglich vom Leiterplattenhersteller AT&S initiiert. AT&S entwickelt seit mehreren Jahren in einem strategischen Forschungsprojekt ein innovatives Konzept zur Integration von optischen Verbindungen in der Leiterplatte. In diesem Projekt wird in einem dichten Kooperations-Netzwerk mit renommierten Forschungsinstituten wie Joanneum Research, Instituten der TU Graz und TU Wien sowie der Fraunhofer Gesellschaft zusammengearbeitet. "Wir sind vor etwa 2 1/2 Jahren auf der Suche nach einem neuen Kooperationspartner zur Entwicklung von optischen Materialien an das Fraunhofer Institut ISC in Würzburg herangetreten und die Idee wurde begeistert – und wie man sieht mit Erfolg – aufgegriffen", erklärt Heinz Moitzi, Technischer Vorstand der AT&S. "Für AT&S ist das ein wichtiger und viel versprechender Schritt in Richtung optische Datenübertragung von morgen. Unser erklärtes Ziel ist es, immer am Puls der Zeit zu sein und unseren Kunden neue Lösungen anbieten zu können."

Optische Datenübertragung hat gegenüber der elektrischen Datenübertragung viele Vorteile: Sie erlaubt sehr hohe Datenübertragungen, ist kaum störanfällig und weist geringe Verluste auf. Was über lange Strecken mit der Glasfasertechnologie bereits etabliert ist, steckt im Bereich elektronischer Geräte selbst noch in den Anfängen. Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, optische Datenübertragung in Leiterplatten zu integrieren. Damit würden zum Beispiel auch Mobiltelefone und PDAs schneller und durch den Vorteil der Miniaturisierung auch kleiner und handlicher werden.
Die meisten bisher gezeigten Konzepte zur Realisierung von integrierten optischen Verbindungen in der Leiterplatte sind aufwändig, teuer und kaum geeignet für die Massenfertigung. Das von AT&S entwickelte Verfahren verfolgt einen innovativen Ansatz, der auch in der Massenproduktion zum Einsatz kommen könnte. Bei diesem Konzept werden optische Wellenleiter mit einem speziellen Laserstrukturierungsverfahren direkt an vormontierte Bauelemente geschrieben. Dr. Ruth Houbertz-Krauß vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg entwickelte ein spezielles optisches Material, das für diese Laserstrukturierung zum Einsatz kommen könnte.

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2018.10.15 23:56 V11.6.0-1