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© alphaspirit dreamstime.com Elektronikproduktion | 06 Juli 2020

Deutschland steigert inländische Batterieproduktion mit staatlichen Subventionen

Die deutsche Regierung investiert mehr als 1,5 Milliarden Euro in die Forschung und Produktion von Batteriezellen. Ende vergangenen Monats hatte Bundeswirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier bereits offiziell den ersten Zuschuss der Bundesregierung in Höhe von 300 Millionen Euro an das Batterieunternehmen Varta überreicht.

„Der Aufbau einer innovativen und nachhaltigen Batteriezellenproduktion hat für uns in Deutschland eine hohe Priorität", sagt Altmaier. „Sie ist notwendig, um in unserer Energie- und Verkehrswirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu sichern. Heute haben wir einen großen Schritt in Richtung einer groß angelegten heimischen Produktion von Automobil- und Industriebatterien gemacht", so der Minister weiter. Die Initiative ist Teil des IPCEI der Europäischen Union, eines wichtigen Projekts von gemeinsamem europäischen Interesse. Vier weitere Unternehmen mit Batteriezellenprojekten in Deutschland erhalten ebenfalls Zuschüsse: BASF, BMW Group, Opel und Umicore. Die European Battery Alliance geht davon aus, dass der Wert des Marktes für in Europa hergestellte Batterien bis Mitte der 2020er Jahre bis zu 250 Milliarden Euro erreichen könnte. Lithium-Ionen-Batterien würden dabei etwa 40 Prozent der Wertschöpfung von Elektrofahrzeugen ausmachen, so das deutsche Wirtschaftsministerium. Die von der Regierung geförderten Projekte sollen im Jahr 2022 mit der Herstellung von Batterien beginnen und spätestens Mitte der 2020er Jahre in die industrielle Produktion übergehen. Batterien im Inland statt im Ausland zu produzieren, sei bereits ein Trend, erklärt der Automobilexperte von Germany Trade & Invest (GTAI), Stefan Di Bitonto. „Es ist schon jetzt offensichtlich, dass die Batteriehersteller näher an ihren Kundenstamm herankommen", sagt Di Bitonto. „Deutschland ist das Herz der europäischen Automobilindustrie, und wir beobachten ein steigendes Investitionsvolumen in diesem Bereich in verschiedenen deutschen Bundesländern. Am prominentesten ist dabei CATL in Thüringen, Northvolt in Niedersachsen, Farasis in Sachsen-Anhalt und zuletzt Tesla in Brandenburg. Wir glauben, dass die deutsche Automobilproduktion in Zukunft die Batterien für ihre Elektrofahrzeuge vor allem direkt aus Deutschland beziehen wird". Deutschland strebt an, bis zum Jahr 2030 7 bis 10 Millionen Elektroautos auf den Straßen des Landes zu haben.
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2020.10.20 19:22 V18.11.10-1