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Allgemein | 18 September 2007

Organic Electronics auf der Productronica 2007

Die Productronica 2007 vom 13. bis 16. November 2007 in München führt das Thema „Organische Elektronik“ als eine der Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert fort und bietet einen umfassenden Überblick über die Herstellungsverfahren für Elektronik, die auf Polymeren und Monomeren (kleinen Molekülen) basiert.

Früher waren Kunststoffe wegen ihrer isolierenden Eigenschaften in der Elektronik beliebt – heute sind sie es aufgrund ihrer hervorragenden leitenden Eigenschaften. Auf der Productronica 2005 zeigte die Messe München bereits in einer Sonderschau, wie Polymerelektronik schnell und kostengünstig hergestellt wird. Die Organische Elektronik zielt nicht darauf ab, die siliziumbasierte Elektronik zu ersetzen. Vielmehr erweitert sie mit ihren spezifischen Eigenschaften und ihren attraktiv niedrigen Produktionskosten die Applikationsbandbreite: Polymerelektronik ist dünner, leichter und flexibler, sehr schlagunempfindlich und in transparenter Form vielseitig einsetzbar. Damit sind auch ungewöhnliche Anwendungen realisierbar, zum Beispiel Einweg-Diagnose-Geräte, aufrollbare Solarzellen, interaktive Spielkarten oder Verpackungen mit Werbedisplays. Revolutioniert wurde die Polymerelektronik mit der Weiterentwicklung herkömmlicher Drucktechniken. So kommen OLEDs heutzutage schon aus dem Tintenstrahldrucker, indem Leuchtpolymere in ein Lösungsmittel gegeben werden und diese wie Tinte über winzige Düsen auf eine Trägerfolie aufgetragen wird – ganz ohne aufwändige und teure Reinraumtechnik. Auf ähnliche Weise werden auch RFIDs in großen Stückzahlen zu niedrigen Stückkosten produziert. Aber die kunststoffbasierte Elektronik bietet noch weitere Vorteile: So werden zum Beispiel mit dem Chip-in-Polymer(CiP)-Verfahren des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM Integrierte Schaltungen direkt in das Substrat eingebettet. Das macht nicht nur die Leiterplatte überflüssig, sondern auch Bonddrähte oder bleihaltige Lötverbindungen. Dadurch sind die Kunststoff-Chips nach außen abgeschirmt und eignen sich besonders für Mobilfunk- und Automotive-Applikationen. Auch in punkto Miniaturisierung ist die Polymerelektronik ganz vorne mit dabei, etwa mit Nanodraht-Transistoren. Sie können Chips, Speicher, Logik und Sensorik komprimiert auf einem einzigen Bauteil von nur 10 Nanometern Breite vereinen. Auf diese Weise entstehen zum Beispiel sensible Abgassensoren, die einzelne Moleküle erkennen und exakt den Kraftstoffverbrauch eines Automobils überwachen können. Die Organische Elektronik erstreckt sich über eine ganze Produktkette, unter anderem kunststoffbasierte Halbleiter, Organische Displays, Organische Datenspeicher, Sensoren und Photovoltaik. Ihre wachsende Akzeptanz und Verbreitung wirkt sich äußerst positiv aus auf Anbieter von Elektronikkomponenten und Basismaterialien, von Produktionsausstattung und Tools wie auch auf Forschungsinstitute, Systemintegratoren und Endgeräte-Hersteller. Die Productronica 2007 bietet in allen zehn Messehallen Fertigungstechnologien, die für die Produktion Organischer Elektronik relevant sind. Den Schwerpunkt bildet die Mikrofertigungshalle B5, in der auch die Organic Electronic Association (OE-A) ihren Stand hat. Zu den Ausstellern dieser Hightech-Sparte zählen Unternehmen und Institute wie LPKF Laser & Electronics AG, Garbsen, der Weltmarktführer für Laborgeräte zum Leiterplatten-Prototyping und Laserschneidanlagen für Druckschablonen, MSC-POLYMER AG, Staufenberg, mit Halbzeugen und (Kunststoff-)Fertigungsmaterialien für die Leiterplattenproduktion, der Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe der Universität Erlangen-Nürnberg und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, Berlin.
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