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© cookelma dreamstime.com Elektronikproduktion | 10 Oktober 2019

ESA vergibt Entwicklungsauftrag an internationales Konsortium

Ein Konsortium unter der Leitung von Cobham Gaisler hat von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) einen Entwicklungsauftrag erhalten. Mit ihm soll die Entwicklung eines Accelerator Boards für Computer Vision (CV) und Artificial Intelligence (AI) Anwendungen im Orbit vorangetrieben werden.

Das Konsortium besteht aus Cobham Gaisler (Schweden), Ubotica Technologies (Irland), QinetiQ Space nv (Niederlande) und der National and Kapodistrian University of Athens (Griechenland) und werde gemeinsam an der FPGA Accelerated DSP Payload Data Processing Board Aktivität für die ESA arbeiten, heißt es in einer Mitteilung. „Der Schwerpunkt des ESA-Projekts liegt auf der Analyse von Raumfahrtanwendungen mit hohen Anforderungen an die Rechenleistung, wobei wiederum der Fokus auf Anwendungen im Bereich der Erdbeobachtung (EO) liegt", so Jan Andersson, Director of Engineering, Cobham Gaisler. Die vorgeschlagene Hochleistungs-Computerarchitektur kombiniert Vision Processing Units (Myriad 2 von Intel, ehemals Movidius mit Sitz in Irland), ein leistungsfähiges Field Programmable Gate Array (FPGA) und einen strahlungsgehärteten Mikrocontroller (GR716 von Cobham Gaisler) zu einer zuverlässigen Systemlösung für Weltraumanwendungen. „Wir freuen uns sehr über den Eintritt in diesen Bereich der Weltrauminformatik. Wir haben hoch strahlungsbeständige und fehlertolerante System-on-Chip-Geräte entwickelt, die speziell für den Einsatz in rauen Umgebungen wie dem Weltraum entwickelt wurden. Wir verwenden nun unser komplexestes und gleichzeitig kleinstes Gerät, den strahlungstoleranten GR716-Mikrocontroller, um einen handelsüblichen Bildverarbeitungsprozessor zu steuern, der eine zuverlässige Rechenlösung bietet, die über das hinausgeht, was bisher im Weltraum verwendet wurde", sagt Sandi Habinc, General Manager, Cobham Gaisler. „Der Zugang zu leistungsstarken kommerziellen Prozessoren an Bord von Raumfahrzeugen wird den Einsatz von Bildverarbeitungswerkzeugen und maschinellen Lernwerkzeugen ermöglichen, die bisher für Raumfahrtanwendungen nicht verfügbar waren. Die Aktivierung dieser Technologie für Erdbeobachtungssatelliten wird nicht nur eine neue Ebene der On-Board-Software-Verarbeitungsleistung ermöglichen - sie kann sich auch als zukünftiger Wegbereiter für neue Methoden der Datenselektion und Datenreduzierung vor dem Herunterladen erweisen, die wiederum neue Weltraummissionskonzepte für Kleinsatelliten ermöglichen könnten", erläutert David Steenari, On-Board Payload Data Processing Engineer bei der European Space Agency.
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2019.11.12 07:31 V14.7.10-2