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Allgemein | 16 Juli 2007

Europäische Elektroindustrie mit eigenem Büro in China

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos eröffnet EuropElectro, das China-Büro der europäischen Elektroindustrie.
Die europäische Elektroindustrie ist ab sofort mit einem Büro in Peking vertreten. Das Aufgabenspektrum der vom ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie geführten Repräsentanz mit dem Namen „EuropElectro“ ist breit. Denn China ist einerseits der zweitgrößte Markt für elektrotechnische und elektronische Erzeugnisse, stellt aber andererseits durch seine restriktiven Regelungen die Unternehmen beim Marktzugang vor besondere Herausforderungen. Ziel ist es, Informationen über die technische Gesetzgebung für Elektroerzeugnisse, die zugrunde liegenden chinesischen Normen und die angewandten Zertifizierungsverfahren aus erster Hand zu beschaffen.
Im Rahmen einer feierlichen Eröffnung unter Beteiligung der Deutschen Außenhandelskammer in Peking, der deutschen Wirtschaftsdelegation im Deutsch-Chinesischen Gemischten Wirtschaftsausschuss und des ZVEI eröffnete Bundeswirtschaftsminister Michael Glos gemeinsam mit ZVEI-Präsident Friedhelm Loh EuropElectro. Dahinter steht das Kommunikationsnetzwerk Technische Regelsetzung, Standardisierung und Zertifizierung der europäischen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Glos bestätigte die Notwendigkeit einer solchen Arbeit: „Werden bei grenzüberschreitendem Handel internationale Normen und Standards angewandt, dann läuft auch der Wirtschaftsverkehr reibungslos. Ist das nicht der Fall, gibt es sehr schnell Probleme. Unterschiedliche Standards bedeuten erheblichen Mehraufwand, Zeitverlust und letztlich Kosten.“
„Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China sind für beide Seiten gewinnbringend“, erläuterte ZVEI-Präsident Loh die Dimension. „Der chinesische Markt erkennt unsere hohe Innovationskraft an und fragt sie nach. 2006 hat die deutsche Elektrotechnik- und Elektronikindustrie Produkte im Wert von 5,3 Mrd. Euro nach China exportiert. Speziell der Bereich Automatisierungstechnik hat hier eine Spitzenposition mit 1,6 Mrd. Euro und wächst weiterhin.“
Auch Ge Zhirong, Vizeminister der obersten chinesischen Standardisierungsbehörde, setzt auf eine stärkere Zusammenarbeit. Die immer noch staatlich dominierte chinesische Normung soll durch stärkere Einbindung von Experten aus der Industrie marktorientierter werden.
Grund genug für den ZVEI, die Initiative zu ergreifen, ein Informationsnetzwerk in China aufzubauen. Durch die Arbeit von EuropElectro werden die für europäische Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie immer noch vielfach intransparenten Prozeduren für den Markteintritt in China aufbereitet und können sofort in Maßnahmen bei der Produktentwicklung und –zertifizierung umgesetzt werden. Das Büro wird mitgetragen vom europäischen Dachverband der Elektro-, Maschinen- und Metallwarenindustrie ORGALIME.
EuropElectro arbeitet eng und unter einem Dach mit der Deutschen Außenhandelkammer (AHK) in Peking zusammen. Dieses Netzwerk bietet etablierte und damit effiziente Informations- und Kommunikationswege. Die Fokussierung von EuropElectro auf die Elektroindustrie und speziell die Themen Standardisierung und Zertifizierung ergänzt die klassischen Angebote der AHK.

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