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Elektronikproduktion | 10 Juli 2007

Bosch investiert rund 280 Millionen Euro in Nürnberg

Bosch wird f├╝r seine Tochtergesellschaft Bosch Rexroth in N├╝rnberg eine neue Fertigung f├╝r Windkraft-Gro├čgetriebe aufbauen. Dar├╝ber hinaus soll die Produktion f├╝r Komponenten der Benzindirekteinspritzung weiter gest├Ąrkt werden.
F├╝r beide Projekte will Bosch bis zum Jahr 2013 insgesamt 280 Millionen Euro in die Werke an der Dieselstra├če und an der Zweibr├╝ckener Stra├če investieren. Rund 360 neue Arbeitspl├Ątze entstehen, die intern besetzt werden sollen. Zudem einigten sich Werkleitungen, Betriebsr├Ąte und die IG Metall in N├╝rnberg auf ein umfangreiches Ma├čnahmenpaket zur Verbesserung der Wettbewerbsf├Ąhigkeit und zur Senkung der Kosten. Teil der Vereinbarung ist auch eine Sicherung der Arbeitspl├Ątze f├╝r die insgesamt mehr als 2 500 Mitarbeiter bis zum Ende des Jahres 2013. "Es ist uns gelungen, gemeinsam eine tragf├Ąhige L├Âsung f├╝r den Standort N├╝rnberg zu finden, die allen Beteiligten eine Zukunftsperspektive bietet", sagte Klaus-J├╝rgen Stenzel, der Leiter des N├╝rnberger Bosch-Werkes.

Rund 180 Millionen Euro wird Bosch Rexroth bis zum Jahr 2013 allein in den Aufbau der neuen Fertigung f├╝r Windkraft-Gro├čgetriebe investieren. Bereits Anfang 2009 sollen die ersten Windkraft-Gro├čgetriebe aus N├╝rnberg an Kunden ausgeliefert werden und damit die bestehende Produktion im nordrhein-westf├Ąlischen Witten erg├Ąnzen. Bosch Rexroth stellt mit Getrieben und Steuerungssystemen die Herzst├╝cke der Windkraftanlagen her. Die Bedeutung dieser umweltfreundlichen Energieerzeugung nimmt deutlich zu. Die weltweit j├Ąhrlich neu installierte Leistung entsprach bereits im vergangenen Jahr der Leistung von mehr als zehn Kernkraftwerken mit je 1 400 Megawatt. Dieser Wert wird sich innerhalb der kommenden zehn Jahre mehr als verdreifachen. Eine durchschnittliche 1,5-Megawatt-Windanlage kann den Strombedarf von 1 000 Vier-Personen-Haushalten abdecken. Die Bosch Rexroth AG produziert an der N├╝rnberger Dieselstra├če mit nahezu 300 Mitarbeitern bereits Au├čenzahnradmaschinen. Diese dienen der Erzeugung von hydraulischem Druck in mobilen Anwendungen wie Traktoren, Gabelstaplern und Baumaschinen.

Neben der Investition in die Windenergie wird Bosch rund 100 Millionen Euro in die Infrastruktur sowie in Maschinen und Einrichtungen f├╝r die Benzindirekteinspritzung und f├╝r die heutigen Erzeugnisse investieren. Die Produktion des Gesch├Ąftsbereichs Benzinsysteme soll hierzu an der Zweibr├╝ckener Stra├če zusammengefasst werden. Bosch fertigt in N├╝rnberg im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik mit mehr als 2 200 Mitarbeitern vor allem f├╝r den Bereich Benzinsysteme. Die wesentlichen Erzeugnisse sind Drosselvorrichtungen, Hochdruckpumpen und Kraftstoffzuteiler f├╝r die Benzin-Direkteinspritzung sowie Komponenten f├╝r die Steuerung von Automatikgetrieben. Zudem koordiniert das N├╝rnberger Werk im internationalen Verbund der Bosch-Gruppe als Leitwerk die Fertigung von Komponenten und Modulen der Benzineinspritzung.

"Die vereinbarten Regelungen sollen die Besch├Ąftigung am Standort N├╝rnberg langfristig sichern und Besch├Ąftigung zwischen den Werken ausgleichen. Qualifizierte Facharbeiter, die erforderliche Infrastruktur und die Neuinvestitionen bieten gute Perspektiven f├╝r den Ausbau der Wachstumsgebiete Windkraft und Benzindirekteinspritzung", sagte Ekkehard Kristfeld, Werkleiter der Bosch Rexroth AG in N├╝rnberg. Betriebsbedingte K├╝ndigungen sind bis zum Ende des Jahres 2013 ausgeschlossen.

Des Weiteren wurde vereinbart, dass die betriebliche Ausbildung von heute rund 50 um zehn Auszubildende pro Jahrgang auf 60 erweitert wird. Insgesamt bildet Bosch in N├╝rnberg heute schon 130 junge Leute in technisch-gewerblichen und kaufm├Ąnnischen Berufen aus.
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