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Elektronikproduktion | 06 Juli 2007

Kommunikationsspezialist Hermstedt ist insolvent

Die Hermstedt AG, Anbieter von DSL- und ISDN-Breitbandlösungen, Wireless-Kommunikation und professionellen Datenübertragungslösungen mit Sitz in Mannheim, musste Insolvenz anmelden. Bereits seit Wochen kursierten Gerüchte über Liquiditätsprobleme.
Hermstedt beherrschte mit seiner proprietären Soft- und Hardware-Kombination "Leonardo" jahrelang den Markt für ISDN-Produkte. Diese waren besonders bei Mac-Anwendern aus den Bereichen Druckereien, Werbeagenturen und DTP-Büros beliebt. Das Soft- und Hardware-Konzept von Hermstedt konnte sich allerdings in der DSL-Welt nicht mehr durchsetzen. Nachdem das Geschäft mit Kommunikationsprodukten spürbar abflaute, baute sich das Unternehmen aber mit einem HiFi-Multimedia-Server ein zweites Standbein auf.

Noch Mitte Mai hatte Vorstandsmitglied Anette Hermstedt versichert, dass die Firma keine wesentlichen Finanzprobleme habe. Bereits am 26. April hatte das Amtsgericht Mannheim allerdings Sicherungsmaßnahmen verfügt und die Firmenkonten eingefroren. Am 1. Juli hat das Gericht wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung dann das Insolvenzverfahren eröffnet.

Laut Insolvenzverwalter Karl-Heinrich Lorenz können offene Verbindlichkeiten des Unternehmens mangels Masse nur noch zum Teil befriedigt werden können. In den ertragsstarken Jahren hatte die Firma ihre Angestellten am Unternehmen beteiligt, diese Anteile dürften nun so gut wie wertlos sein.

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