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© begemot 30 dreamstime.com Analysen | 22 Februar 2018

Sächsische Maschinenbauer weiter in Erfolgsspur

Gut gefüllte Auftragsbücher haben 2017 zu einem neuen Rekordjahr im sächsischen Maschinen- und Anlagenbau geführt. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten bei den Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern Umsatz, Exportanteil und Beschäftigtenzahlen, heißt es beim Statistischen Landesamtes Sachsen.
Demnach verkauften die knapp 200 Unternehmen Maschinen, Anlagen und Komponenten im Wert von etwa EUR 7,8 Milliarden. "Das ist eine Umsatzsteigerung von 4,4 Prozent beziehungsweise etwa EUR 330 Millionen gegenüber 2016, als der bisherige Höchstwert erzielt wurde", sagt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Damit haben die sächsischen Maschinenbauer gleichzeitig ihre führende Position innerhalb Ostdeutschlands behauptet. Mit deutlichem Abstand folgen Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Exporte gesteigert – aber weiterhin Nachholbedarf

Erfreulich sei Pätz zufolge, dass mittlerweile mehr als jedes zweite Produkt ins Ausland geht. 2017 exportierten die Unternehmen fast 53 Prozent ihrer Waren – im Jahr zuvor waren es zirka 51 Prozent. Dennoch gibt es Nachholbedarf. So rangieren Sachsens Betriebe lediglich im Mittelfeld aller ostdeutschen Bundesländer und Berlin. Im Vergleich zum Exportanteil des gesamtdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus von etwa 77 Prozent hinken sie zudem weit hinterher. "Die Gründe hierfür sind noch immer historisch bedingt. Die Betriebsgrößen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die ausgeprägte Zulieferstruktur", erklärt der Landesverbands-Geschäftsführer.

Fachkräfteengpass als Wachstumsbremse

Der seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend in der Beschäftigungsentwicklung hat sich moderat fortgesetzt. In den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern arbeiteten im Jahr 2017 durchschnittlich 34.300 Menschen – etwa 1 Prozent oder 300 Personen mehr als 2016. "Zahlreiche Unternehmen wollen auch in den kommenden Monaten ihren Mitarbeiterstamm aufstocken. Ich befürchte jedoch, dass es nicht allen Betrieben gelingen wird, die benötigten Auszubildenden, Facharbeiter, Ingenieure und Führungskräfte auch tatsächlich einzustellen. Dies kann das Wachstum bremsen", ist Pätz besorgt. So war der zunehmende Fachkräfteengpass 2017 erstmals das größte Produktionshindernis.

Der Verband erwartet dennoch, dass die sächsischen Maschinenbau-Unternehmen im laufenden Jahr an die positive Entwicklung anknüpfen. Voraussetzung sei jedoch, dass sich wesentliche geopolitische Rahmenbedingungen nicht verändern. Darüber hinaus müsse die deutsche Politik dringend wettbewerbsrelevante Fragen lösen. "Statt punktueller Flickschusterei sind Zukunftskonzepte unerlässlich. Das gilt insbesondere für Themen wie Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung und Bildung", betont Pätz.
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2018.11.11 12:47 V11.8.0-1