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Elektronikproduktion |

EU soll geschlossen gegen neue US-Zölle vorgehen

Die EU sollte nach Ansicht der deutschen Wirtschafts-Lobby wegen der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle nun vor allem geschlossen vorgehen und verhandlungsbereit bleiben. Auf die neuen US-Zölle sollte die EU nicht impulsiv, sondern entschieden und mit Weitsicht reagieren, zitiert Reuters Außenwirtschaftschef Volker Treier von der Deutschen Industrie- und Handelskammer, DIHK.

Konkret hat der US-Präsident diese Zölle verkündet: Ab dem 5. April soll ein Basiszoll von zehn Prozent auf alle Importe in die Vereinigten Staaten gelten. Zudem kündigte Trump noch höhere Zölle auf einige der größten Handelspartner an, die am 9. April wirksam werden sollen. Für die Europäische Union sollen 20 Prozent gelten, für China sind 34 Prozent vorgesehen.

Die angekündigten Zölle sind auch  ein Schlag für die weltweit vernetzte Chip-Industrie. Zwar sind Halbleiter bislang von den Ausfuhr-Gebühren zwischen zehn und fünfzig Prozent ausgenommen, aber Chips werden in allen elektronischen Geräten verbaut, egal ob Smartphones, Spielekonsolen, Autos oder Roboter, und sind Teil von ausgeklügelten Lieferketten, die sich oft über mehrere Länder erstreckten, schreibt Reuters weiter. Indirekt ist die Branche also doch betroffen - und es sei offen, ob die US-Regierung nicht doch noch direkte Zölle auf Halbleiter-Importe verhängen werde, heißt es.

Ein erstes Statement gibt es vom österreichischen Leiterplattenhersteller AT&S. Er sieht seine Leiterplatten und IC-Substrate derzeit nicht unmittelbar von den US-Zöllen betroffen. Man sehe auch keine Signale, dass sie in den Fokus geraten könnten, erklärte das Unternehmen auf Anfrage von Reuters. 

Stark betroffen sind auch Auto- und Autoteilexporte. Für sie gilt bereits ein zusätzlicher Zoll von 25 Prozent. Commerzbank-Ökonomen gehen davon aus, dass bis zu 80 Prozent aller deutschen Warenexporte in die USA mit einem Zoll von mindestens 20 Prozent belegt werden. Schlüsselbranchen wie Auto- und Maschinenbau dürften besonders unter den Zöllen leiden, erwartet das Ifo-Institut.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erklärte, die Europäische Union sei nur geschlossen handlungsfähig. Das gelte für die 27 Mitgliedstaaten ebenso wie über Branchen hinweg. Die EU hat eigene Instrumente für eine wirksame Gegenreaktion, die sie entschlossen ausspielen könne, so Wolfgang Niedermark, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. 


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