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© Northvolt
Elektronikproduktion |

Politik reagiert auf Northvolt-Insolvenz

Der schwedische ehemalige Vorzeige-Batteriehersteller Northvolt hat in seinem Heimatland Insolvenz angemeldet. Was das für die Projekte in Deutschland, genauer gesagt in Heide an der schleswig-holsteinischen Westküste, bedeutet, mag oder will noch niemand so recht beurteilen. Inzwischen gibt es aber zahlreiche Reaktionen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht trotz Insolvenz weiter Chancen für den schwedischen Batteriehersteller Northvolt. Er sei noch immer guter Hoffnung, dass über das Insolvenzverfahren ein neuer Investor gefunden wird - sowohl für Heide wie auch vielleicht für das schwedische Mutterunternehmen, sagte der Grünen-Politiker. Die Gespräche liefen weiter, berichtet dpa. Man sei eng eingebunden. Northvolt sei das europäische Unternehmen mit dem größten Fachwissen im Bereich der Batterieproduktion. Die Frage sei deshalb, ob sich jemand finde, der das Unternehmen auf solide Beine stelle. 

Auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen hat sich trotz des Insolvenzantrags von Northvolt zuversichtlich zu der Entwicklung in Heide geäußert. Es sei eine sehr gute erschlossene Baufläche entstanden. An der Westküste sei damit ein Asset entstanden, das auch für andere Investoren interessant sein könne. Er betonte, dass Northvolt Mittel aus der Wandelanleihe nur zweckgebunden für Heide einsetzen könne. Das sei durch die KfW sichergestellt, die Verfügung über das Konto habe.

Der Landtagsabgeordnete Kianusch Stender von der SPD bezeichnete das Insolvenzverfahren als weiteren Sargnagel für das Projekt. Er erwarte Auswirkungen der Insolvenz der Muttergesellschaft auf den Standort Heide. 

Für die CDU-Fraktion betonte Lukas Kilian, die Entscheidung für Northvolt sei gemeinsam getroffen worden. Derartige Entscheidungen seien nie ohne Risiko. Er räumte ein, die Situation des Investors sehe jetzt nicht gut aus.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Bernd Buchholz beantragte die Vorlage von Akten durch die Landesregierung für die Sitzung des Finanzausschusses in der kommenden Woche. Eine entscheidende Frage sei, ob die Landesregierung alle ihre Informationen mit dem Parlament geteilt habe, um das Risiko richtig einzuschätzen. 


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