Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© bosch Elektronikproduktion | 07 Dezember 2016

Bosch will Plug-&-Produce-Module ins Spiel bringen

Ein Forschungsteam unter Leitung von Bosch entwickelt derzeit ein neuartiges industrielles Fertigungskonzept. Ziel der neun Partner im Projekt ReCaM ist es, ein Produktionssystem aufzubauen, das besonders wandlungsfähig ist.
Die Ziele, die sich die Projektpartner gesteckt haben, sind ehrgeizig: ‚ÄěDie Fertigung soll effizienter und profitabler werden. Der Zeitaufwand bis zur Inbetriebnahme etwa soll um 30 Prozent sinken“, so Projektleiter Sebastian Schr√∂ck von der Bosch Forschung und Vorausentwicklung.

Der promovierte Maschinenbauer arbeitet mit den Partnern von November 2015 bis Oktober 2018 an dem Projekt. K√ľnftig sollen in einer Fertigungskette eigenst√§ndige Module jeweils spezifische Aufgaben √ľbernehmen ‚Äď zum Beispiel das Pressen, das Bohren oder die Montage. Jedes Modul beinhaltet neben dem daf√ľr n√∂tigen Werkzeug auch die F√§higkeit, sich selbst zu konfigurieren und alle Fertigungsabl√§ufe mit den Nachbarmodulen abzustimmen. Wie Bausteine werden diese Fertigungsmodule zusammengesetzt und ergeben zusammen ein ma√ügeschneidertes, wandlungsf√§higes Fertigungssystem.

Derzeit sind Fertigungsanlagen in der Regel noch auf ein Produkt und eine bestimmte Menge ausgelegt. Die Produkte werden jedoch zunehmend individueller und die St√ľckzahlen immer variabler ‚Äď bis hin zur Einzelst√ľckfertigung. Die Fertigungslinie muss daher immer √∂fter angepasst werden. Dies f√ľhrt zu Stillst√§nden, kostet Zeit und birgt das Risiko, dass Fehler gemacht werden. Das Forschungsprojekt sieht als L√∂sungsansatz Plug-and-Produce-Module vor. Das Prinzip √§hnelt dem von Computern, die durch Plug-and-Play-Anwendungen selbstst√§ndig Tastaturen oder Drucker erkennen: Bei einer Produktionsumstellung werden neue Module einfach hinzugef√ľgt oder nicht ben√∂tigte entfernt.

Das ReCaM-Team soll beweisen, dass solche vernetzten und wandlungsfähigen Produktionssysteme funktionieren und sich in der praktischen Anwendung bewähren. Die insgesamt neun Partner des Forschungskonsortiums lassen dabei ihre unterschiedlichen Kompetenzen einfließen, um gemeinsam eine Lösung zu finden: Die universitären Institute entwickeln die Standards, Maschinenbauer konstruieren die Module und die fertigenden Unternehmen wie Bosch erproben die Konzepte in der Praxis.

Das Forschungsprojekt ReCaM wird von der Europ√§ischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms 'Horizont 2020' mit EUR 5,3 Millionen unterst√ľtzt. ReCaM steht f√ľr 'Rapid Reconfiguration of Flexible Production Systems through Capability-based Adaptation, Auto-configuration and Integrated tools for Production Planning'. Der Ausbau von 'Smart Factories' wird als k√ľnftiger europ√§ischer Standortvorteil gegen√ľber dem globalen Wettbewerb eingesch√§tzt.
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2018.12.12 02:03 V11.10.8-1