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© Wammes & Partner Elektronikproduktion | 05 Dezember 2016

Früher war alles besser

Der zunehmende Druck auf den Einkauf senkt die Qualität von Displays erheblich. Das zeigt eine Auswertung der Wammes und Partner GmbH.
Dazu untersuchte das Unternehmen, das im Rahmen der Herstellung von elektronischen Flach-Displays zunehmend auch Troubleshooting-Dienstleistungen übernimmt, die Aufträge der letzten drei Jahre.

"Die an uns gestellten Instandsetzungsanfragen und Analyseaufträge verdeutlichen, dass die häufigsten Ursachen für den Display-Ausfall nicht mehr die falsche Bedienung oder Falscheinsatz sind. Die neuen Hauptprobleme heißen partielle Gleichgültigkeit und technisches Unverständnis bei Entscheidungsträgern“, sagt Klaus Wammes, Geschäftsführer der Wammes und Partner GmbH. Gemäß der Auswertung treffen Einkäufer infolge steigender Kostenauflagen schlichtweg falsche Entscheidungen bei Prozessen und Materialien und ermöglichen damit gänzlich neue Ausfallursachen.

Zahlreiche Fehler hätten dabei bereits bei der Herstellung vermieden werden können. Zu oft wird Material, Kleber und Technik mit falscher Motivation miteinander kombiniert. Mit weitreichenden Konsequenzen: Fehlerhafte Teile und zum Ausfall vorprogrammierte Baugruppen sind bereits von Beginn an verbaut. Beispielsweise werden falsche Kleber gewählt, Ausdehnungskoeffizienten ignoriert oder die Verbaudichte der Displayelemente unterschätzt. Bei immer größer werdender Komplexität der Geräte bedeutet das unter anderem Kontamination, Überhitzung und Ausfall.

Wammes: „Trotz aller Auflagen ist eine durchdachte und vor allem auf Funktionsfähigkeit statt nur auf Kosten ausgelegte Vorgehensweise unabdingbar.“ Nach Angaben des Experten ist es vermeidbar, Maßnahmen erst beim Ausfall des Gerätes ergreifen zu müssen. „Auch ein günstiges Bauteil kann eine gute bis sehr gute Produktqualität erzielen. Wichtig ist nur ein physikalisch, chemisch und technisch geschulter Blick auf den geplanten Materialverbund.“

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