Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© leonardo Elektronikproduktion | 16 November 2016

OHB an Erdbeobachtungsmission FLEX der ESA beteiligt

Die OHB System AG trĂ€gt zur europĂ€ischen Erderkundungsmission FLEX bei, die im Jahr 2022 starten soll. OHB entwickelt und realisiert fĂŒr den Hauptauftragnehmer Leonardo-Finmeccanica wichtige Bestandteile des Instruments FLEX.
Am 7. November 2016 hat Leonardo mit der EuropĂ€ischen Weltraumorganisation ESA einen Vertrag mit einem Volumen von EUR 74 Mio. unterzeichnet, der das Unternehmen mit Entwicklung, Fertigung und Test des Instruments fĂŒr den Satelliten FLEX (FLuorescence Explorer), den 8. Erdbeobachtungssatelliten der ESA, betraut. Die OHB System AG wurde als Kernteampartner ausgewĂ€hlt und unterzeichnete mit Leonardo einen Vertrag mit einem Volumen von EUR 30 Mio. "Unser Vertrag deckt eines der beiden Spektrometer ab, beide Kamerasysteme sowie die optische Spaltbaugruppe. Das Projekt wird unsere volle UnterstĂŒtzung fĂŒr einen zĂŒgigen Fortschritt der Arbeiten erhalten", sagt Dr. Ingo Engeln, Vorstand der OHB System AG nach der Vertragsunterzeichnung. Leonardo wird ein aus mehreren europĂ€ischen Unternehmen bestehendes Konsortium fĂŒhren, das in den kommenden vier Jahren das Instrument FLEX realisieren wird. Mit dem FLEX Spektrometer wird es zum ersten Mal möglich sein, die Photosynthese-AktivitĂ€t der Pflanzen direkt aus dem Weltraum zu beobachten. Der bei der Photosynthese auftretende Fluoreszenzeffekt wird genutzt, um den Gesundheitszustand der Vegetation zu untersuchen. Das optische Instrument FLEX besteht aus einem hochauflösenden und einem niedrigauflösenden Spektrometerkanal (mit einer spektralen Auflösung von 0,1nm bzw. 2nm). Es arbeitet im Spektralbereich von 500nm bis 780nm, das heißt im sichtbaren WellenlĂ€ngenbereich bis ins nahe Infrarot. Die Bodenauflösung betrĂ€gt 300m x 300m, damit unterschiedliche landwirtschaftliche FlĂ€chen, zu denen auch NutzwaldflĂ€chen zĂ€hlen, ausreichend gut unterschieden werden können. FLEX wird mit Sentinel-3, einem weiteren Erdbeobachtungssatelliten der ESA, in Tandem-Formation fliegen. So können auch die Daten von zwei weiteren Instrumenten in die Auswertung mit einbezogen werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. FLEX soll ĂŒber drei ganze Vegetationszyklen hinweg VerĂ€nderungen beobachten. Als Kernteampartner von Leonardo-Finmeccanica ist die OHB System AG fĂŒr wichtige Subsysteme verantwortlich:
  • die Kamerasysteme inkl. Detektoren und Front-End-Elektronik beider Spektrometer – eines der SchlĂŒsselelemente des Instruments
  • die optische Spaltbaugruppe, die die Eintrittsöffnungen der beiden Spektrometer definiert und den optischen Pfad fĂŒr die beiden Spektrometer trennt
  • die vollstĂ€ndige Entwicklung und Realisierung des kompletten Low Resolution Spektrometers.
"Unsere Kompetenzen in System Engineering, Optical Design, opto-mechanischem Design sowie unsere elektro-optische Expertise bei so genannten Focal Plane Assemblies können wir dabei optimal einbringen", sagt Stefan Föckersperger, Direktor Erdbeobachtung der OHB System AG und ergĂ€nzt: "Wir haben viele FĂ€higkeiten erworben, etwa bei unseren Arbeiten am Instrument fĂŒr die Sounder-Satelliten bzw. beim Teleskopaufbau fĂŒr die Imager-Satelliten der kĂŒnftigen europĂ€ischen MTG-Wettersatellitenflotte".
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.22 14:26 V12.2.6-2