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Leiterplatten | 10 Mai 2007

SCHWEIZER ELECTRONIC liegt trotz Wiederaufbau gut im Plan

Der Leiterplattenhersteller SCHWEIZER ELECTRONIC mit Sitz in Schramberg hat gestern die Zahlen fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2006 vorgelegt. Trotz der Nachwirkungen des schwerwiegenden Brandes im Juni 2005 hat SCHWEIZER die gesetzten Ziele erreicht und ein positives Ergebnis erwirtschaftet.
SCHWEIZER konnte wie im Vorjahr (2005) einen Umsatz von 63 Mio. Euro erwirtschaften. Beim Vorjahresvergleich ist allerdings zu berĂŒcksichtigen, dass im Jahr 2005 in den ersten fĂŒnf Monaten keine brandbedingten AusfĂ€lle zu verzeichnen waren. Das Unternehmen profitierte dabei auch von der besseren Marktlage in Deutschland und Europa und konnte die wieder hergestellten KapazitĂ€ten planmĂ€ĂŸig auslasten. So zeigte der europĂ€ische Markt fĂŒr Leiterplatten im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 8%, wogegen der deutsche Leiterplattenmarkt um 7% stieg. Die Gesellschaft weist fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2006 einen JahresĂŒberschuss von 0,7 Mio. Euro nach 0,3 Mio. Euro im Vorjahr aus.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) ging von 1,6 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro zurĂŒck. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 28,2 Mio. Euro, ein Zunahme um 19,4 Mio. Euro gegenĂŒber dem Vorjahreswert. In den Abschreibungen sind BetrĂ€ge aus der brandfolgenbedingten Übertragung stiller Reserven auf ErsatzwirtschaftsgĂŒter in Höhe von 19,8 Mio. Euro enthalten. Der Bilanzgewinn betrĂ€gt 0,7 Mio. Euro. Laut SCHWEIZER hat der brandbedingte Sachschaden keine Auswirkungen auf den JahresĂŒberschuss. Den VersicherungsentschĂ€digungen aufgrund zerstörter Vermögenswerte und geltend gemachter Kosten stehen entsprechende Mehraufwendungen gegenĂŒber. ErtrĂ€ge aus der Produktionsausfallversicherung, denen anfallende Betriebsaufwendungen, insbesondere die Personalkosten, gegenĂŒberstehen, sind hingegen im Jahresabschluss verarbeitet und in den sonstigen betrieblichen ErtrĂ€gen ausgewiesen.

Nach dem schwerwiegenden Brandereignis des 1. Juni 2005, bei dem große Teile der GebĂ€ude und Fertigungseinrichtungen im Hauptwerk in Schramberg vernichtet wurden, stand das GeschĂ€ftsjahr 2006 ganz im Zeichen des Wiederaufbaus und Fertigungshochlaufs. Nach dem Brand wurde die Sicherstellung der Versorgung der Kunden zur vordringlichsten Aufgabe. Daher wurden unmittelbar nach dem Schadensereignis parallel zur RĂ€umung, zum Abriss und zum Wiederaufbau der zerstörten GebĂ€udeteile provisorische Lösungen zur schnellen Wiederaufnahme eines Teiles der Produktion geschaffen. Freie FlĂ€chen in den nicht geschĂ€digten Werken wurden dabei als provisorische Standorte fĂŒr Ersatzanlagen genutzt. Zug um Zug wurden geschĂ€digte Anlagen saniert und repariert, sowie Ersatzanlagen installiert.
Zum Jahresende 2006 waren ein Großteil der zerstörten Fertigungseinrichtungen und GebĂ€ude wiederhergestellt. Mit Investitionen in Höhe von 41,5 Mio. Euro, davon 39,6 Mio. Euro fĂŒr den Ersatz beschĂ€digter Anlagen und GebĂ€ude, hatte die SCHWEIZER ELECTRONIC AG im Berichtszeitraum das grĂ¶ĂŸte Investitionsvolumen in der 157-jĂ€hrigen Geschichte der Gesellschaft zu realisieren. Das erste Halbjahr 2007 steht weiter im Zeichen des Wiederaufbaus. Mit der planmĂ€ĂŸig erreichten Bezugsfertigkeit der wieder aufgebauten GebĂ€udeteile zu Beginn diesen Jahres werden gegenwĂ€rtig die restlichen Ersatzanlagen, zu denen auch ein weiterer Galvanoautomat gehört, installiert und eingefahren, so dass bis Mitte 2007 der Aufbau abgeschlossen und wieder die volle LeistungsfĂ€higkeit erreicht sein wird. Mit Abschluss der Wiederaufbauarbeiten verfĂŒgt SCHWEIZER ĂŒber die modernsten FertigungskapazitĂ€ten fĂŒr komplexe Leiterplatten in Europa.

SCHWEIZER verlagert sein Produktportfolio immer mehr zu hochwertigeren und margentrĂ€chtigeren Leiterplatten. Technologisch anspruchsvolle Mehrlagenschaltungen bilden mit einem von 59% auf 63% gestiegenen Umsatzanteil heute die Basis des GeschĂ€ftes. Die in diesem Segment gefĂŒhrten HDI-Schaltungen konnten wiederum ZuwĂ€chse erzielen. Ihr Umsatzanteil stieg von 21% auf 23%.Die Automobilindustrie ist mit einem unverĂ€nderten Umsatzanteil von 43% weiterhin die wichtigste Abnehmerbranche. Die Exportquote ist von 22% auf 26% gestiegen, wobei Europa mit einem Anteil von 89% die wichtigste Exportregion ist. Die bedeutendsten AbnehmerlĂ€nder sind Frankreich, gefolgt von Ungarn und China.

Die Marktentwicklung fĂŒr das Jahr 2007 wird von SCHWEIZER weiter positiv eingeschĂ€tzt, wenngleich die Wachstumsrate gegenĂŒber dem Vorjahr wahrscheinlich geringer ausfallen wird. SCHWEIZER sieht sich in einer guten Ausgangslage und will seine Marktposition weiter ausbauen. FĂŒr das Jahr 2007 wird ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich erwartet.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ersten Quartal 2006 konnte der Umsatz vor ErlösschmĂ€lerungen um 36% auf 19,8 Mio. Euro gesteigert werden. Im MĂ€rz 2007 wurde erstmals seit dem Brandereignis ein Umsatz auf dem Niveau des entsprechenden Monats vor dem Schadenseintritt erreicht. Der Auftragseingang kletterte um 16% auf 21,2 Mio. Euro. Der Auftragsbestand betrĂ€gt 47,1 Mio. Euro und liegt damit um 12% ĂŒber dem Wert der entsprechenden Vorjahresperiode und 3% ĂŒber dem Jahresendwert 2006. Die UmsatzzuwĂ€chse wurden hauptsĂ€chlich bei den technologisch anspruchsvollen Mehrlagenschaltungen erzielt. Ihr Umsatzanteil liegt jetzt bei 67%. Die Ertragslage hat sich insgesamt positiv entwickelt.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1