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Elektronikproduktion | 24 April 2007

Medizintechnische Unternehmen mit bis zu 8 % Umsatzwachstum

Der Medizintechnik-Branchenverband SPECTARIS erwartet, dass die produzierenden medizintechnischen Unternehmen in Deutschland das Jahr 2007 mit einem kräftigen Umsatzplus von bis zu 8 % abschließen und der Gesamtumsatz der Branche damit auf rund 17,2 Mrd. Euro steigt.
Dabei wird das Umsatzwachstum in diesem Jahr erneut vor allem auf den Export zur√ľckzuf√ľhren sein, w√§hrend der Inlandsumsatz wegen politischer Reglementierung nur leicht wachsen wird. Deutlich warnte der Verbandsvorsitzende Dr. Michael Kaschke vor den Folgen eines weiteren Auseinanderklaffens der Schere zwischen Inlands- und Auslandsumsatz. ‚Äě2007 werden gemessen am Umsatz voraussichtlich 2/3 der in Deutschland produzierten Medizintechnikprodukte im Ausland verkauft. Das ist erst einmal ein Beweis f√ľr die internationale Wettbewerbsf√§higkeit dieser Produkte. Andererseits ist es aber doch paradox, dass die deutsche Hightech-Medizintechnik √ľberall im Ausland eingesetzt wird, nur in Deutschland nicht. Gerade f√ľr hochinnovative kleine und mittelst√§ndische Unternehmen, die nicht auf weltweite Vertriebsnetze zur√ľckgreifen k√∂nnen, ist dieser politisch ausgetrocknete Inlandsmarkt eine existenzbedrohende Wachstumsbremse.“
Kaschke forderte eine Abkehr von der Fokussierung auf Kosten hin zu einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung von Kosten und Nutzen der Gesundheitswirtschaft. Es werde, so Kaschke, viel zu sehr in Referaten, Abteilungen oder einzelnen Systemen gedacht und die Kosten jeweils zu Lasten Anderer eingespart oder die Arbeit des jeweils anderen konterkariert. ‚ÄěSo f√∂rdern beispielsweise Bundesforschungs- und Bundeswirtschaftsministerium Forschung und Entwicklung von medizintechnischen Produkten, das Bundesgesundheitsministerium sorgt aber daf√ľr, dass die Forschungsergebnisse nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden. Was wir brauchen, ist einen Koordinator der Bundesregierung f√ľr die Gesundheitswirtschaft, der f√ľr eine enge Verzahnung und Abstimmung der obersten Bundesbeh√∂rden sorgt“, formuliert Kaschke die Forderung der knapp 1.200 Unternehmen der produzierenden medizintechnischen Unternehmen an die Politik.
Im Jahr 2006 ist die Zahl der Besch√§ftigen mit 87.700 gegen√ľber 2005 gleich geblieben, w√§hrend die Zahl der Betriebe um 3 % zur√ľckging. Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen legte im vergangenen Jahr um 8,1 Prozent auf 15,9 Mrd. ‚ā¨ zu, wobei der Inlandsumsatz nach 2 Jahren des R√ľckgangs um schwache 3,2 % auf 5,7 Mrd. ‚ā¨, der Exportumsatz um deutliche 11,1 % auf 10,2 Mrd. ‚ā¨ wuchs . Bei den weltweiten Exporten belegt Deutschland damit Platz 2 hinter den USA. Rund 39 % der Exporte gingen in die L√§nder der Europ√§ischen Union, knapp 25 % nach Nordamerika und knapp 14 % nach Asien.
Der Deutsche Industrieverband f√ľr optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS) vertritt Unternehmen aus den Branchen Consumer Optics (u.a. Brillenfassungen, Brillengl√§ser, Kontaktlinsen, Ferngl√§ser), Photonik und Pr√§zisionstechnik (Laser, Optische Komponenten, Analyse-, Bio- und Labortechnik, Messtechnik, Phototechnik) sowie Medizintechnik. Seine rund 400 √ľberwiegend mittelst√§ndischen Mitgliedsunternehmen unterst√ľtzt SPECTARIS sowohl durch aktives Branchenmarketing im In- und Ausland und durch die Vertretung der Brancheninteressen gegen√ľber der Politik, als auch durch diverse Serviceangebote wie Seminare und die Zulieferung von Branchendaten.
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