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Elektronikproduktion | 16 April 2007

Sozialplan für Sanmina Karlsruhe vereinbart

Nach einem Bericht der IG Metall hat der Betriebsrat mit der Gesch√§ftsleitung des vor der Schlie√üung stehenden Leiterplattenwerks Sanmina in Karlsruhe einen Sozialplan vereinbart. Demnach stellt der US-Konzern Sanmina-SCI nun insgesamt 3,9 Millionen Euro f√ľr Abfindungen an die noch 254 Besch√§ftigten zur Verf√ľgung.
"Dies ist eine Schadensbegrenzung, die nur durch den gro√üen Zusammenhalt der Besch√§ftigten und durch den starken Protest der vergangenen Wochen zustande gekommen ist", erkl√§rte der 1. Bevollm√§chtigte der IG Metall Karlsruhe, Angel St√ľrmlinger. Urspr√ľnglich war von dem im kalifornischen San Jose beheimateten Elektronik-Hersteller nur rund die H√§lfte der jetzigen Summe in Aussicht gestellt worden.
Außerdem wurde mit dem Unternehmen die Bildung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft ab dem 1. Mai vereinbart. Diese Auffanggesellschaft bewahrt die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem direkten Abgleiten in die Arbeitslosigkeit. Als Beschäftigte der Gesellschaft können sie an Bewerbertrainings, Fortbildungen und Umschulungen teilnehmen.
St√ľrmlinger forderte in diesem Zusammenhang erneut eine konstruktivere Beteiligung von Siemens, das die Leiterplattenfertigung erst vor zwei Jahren an Sanmina-SCI verkauft hat. Siemens m√ľsse nun zumindest die M√∂glichkeiten erweitern, um die Betroffenen bevorzugt und z√ľgig wieder am Standort Karlsruhe oder bei Firmen im Industriepark unterzubringen.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2