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© pichetw dreamstime.com Analysen | 03 MĂ€rz 2016

Maschinenbauer sehen klare Vorteile durch TTIP

Die Maschinenbauer in Deutschland sehen in einem gut verhandelten Freihandelsabkommen TTIP mit den USA eine große Chance fĂŒr mehr Exporte in die Vereinigten Staaten – und keinesfalls eine Überlebensgefahr.
„Analysen, wonach insbesondere mittelstĂ€ndische Unternehmer durch TTIP nur Nachteile erlangen und unter die RĂ€der der Großkonzerne kommen, zeichnen ein völlig verzerrtes Bild“, sagt Ulrich Ackermann, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft im VDMA.

Solche Analysen verkennen völlig das Potenzial, das sich gerade fĂŒr den Mittelstand durch ein Freihandelsabkommen mit den USA ergeben wĂŒrde:
  • Ein Wegfall der Zölle wĂŒrde insgesamt Kosteneinsparungen in dreistelliger Millionenhöhe allein im deutschen Maschinenbau bringen.
  • Durch eine Harmonisierung von Zulassungsvorschriften und Normen wĂŒrden ebenfalls hohe Personal- und Sachkosten entfallen. So beziffert der Lufttechnikspezialist ebm papst die Kosten fĂŒr eine Zertifizierung in den USA auf mehr als 40 000 Euro je 10 Millionen Euro Umsatz – ein deutlich höherer Betrag als in allen anderen großen AbsatzmĂ€rkten.
  • Die Verankerung des Investorenschutzes wĂŒrde insbesondere fĂŒr kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen Rechtssicherheit bringen. Denn es gibt in den USA kein Gesetz, das die Diskriminierung auslĂ€ndischer Investoren verbietet.
„Eine freie Wirtschaft und freier Handel sind fĂŒr mich untrennbar miteinander verbunden“, bekrĂ€ftigt VDMA-PrĂ€sident und Familienunternehmer Dr. Reinhold Festge. Die Maschinenbauer in Deutschland befĂŒrchten auch nicht, dass – wie hĂ€ufig behauptet – Normen und Standards unter TTIP automatisch gesenkt und die europĂ€ischen Regeln untergraben werden.

„TTIP bietet die Gelegenheit, langfristig unnötige Handelsbarrieren abzubauen“, erklĂ€rt Ackermann. „Es wĂ€re deshalb ein schwerer Fehler, das vorgesehene Maschinenbaukapitel von den Verhandlungen wieder auszunehmen.“ Der VDMA hatte vor der letzten TTIP-Verhandlungsrunde entsprechend bei EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel interveniert.
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2018.12.05 15:01 V11.10.4-2