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© norebbo dreamstime.com Analysen | 07 Januar 2016

Die Top-Trends auf der CES 2016

In Las Vegas hat die internationale Consumer Electronics Show (CES) fĂŒr Unterhaltungselektronik begonnen. Der Digitalverband Bitkom gibt einen Überblick ĂŒber zentrale Trends und prĂ€sentiert Kennzahlen fĂŒr die Unterhaltungselektronik in Deutschland.
Die ĂŒbergeordnete Entwicklung ist auch in diesem Jahr die Vernetzung von GerĂ€ten oder GegenstĂ€nden per Internet. Diese Vernetzung wird auch als Internet der Dinge beziehungsweise Internet of Things bezeichnet und ermöglicht es, dass GerĂ€te untereinander kommunizieren und so verschiedene Aufgaben fĂŒr ihren Besitzer erledigen können. Bis zum Jahr 2020 nutzen die Deutschen voraussichtlich rund 100 Millionen vernetzte EndgerĂ€te – Smartphones und Tablet Computer nicht mitgerechnet. Vorangetrieben wird diese Entwicklung durch schnelle mobile Datennetze. TV-GerĂ€te: auf „4K Ultra HD“ folgt „8K Super UHD“ Verbraucher sind bereit, fĂŒr Flachbildfernseher mehr zu bezahlen als noch vor einem Jahr. Lag der Durchschnittspreis fĂŒr ein TV-GerĂ€t 2014 noch bei 556 Euro, gab der Verbraucher 2015 im Schnitt 568 Euro aus, wie aus einer Bitkom-Prognose hervorgeht. „Im Trend liegen hochwertige GerĂ€te mit grĂ¶ĂŸeren Bildschirmen und höherer Auflösung“, sagt Lutter. Auf der CES 2016 wird ein neues offizielles Logo fĂŒr die Technologie „4K Ultra HD“ mit einer Auflösung von 3.840×2.160 Bildpunkten vorgestellt. Außerdem soll auf der Messe der erste Prototyp eines „8K Super UHD“-Fernsehers prĂ€sentiert werden, der mit 7.680×4.320 Bildpunkten auflöst. Zudem setzen Hersteller auf die HDR-Technologie (High Dynamic Range), die bisher nur bei der Fotografie zum Einsatz kam, um dunkle Bildbereiche automatisch zu optimieren. Bei TV-Bildschirmen sorgt HDR fĂŒr ein besonders kontrastreiches Bild mit einer erweiterten Farbvielfalt. Smart Home: ĂŒber eine Million vernetzte HĂ€user und Wohnungen bis 2020 Nach Bitkom-SchĂ€tzungen werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich in einer Million deutscher Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren oder GerĂ€te eingesetzt. „Auf dem Markt gibt es immer mehr miteinander vernetzbare GerĂ€te, die immer erschwinglicher werden. Das treibt die Verbreitung von Smart-Home-Lösungen voran“, sagt Tobias Arns, Smart-Home-Experte des Bitkom. Auch auf der diesjĂ€hrigen CES werden zahlreiche neue Technologien fĂŒr das Smart Home prĂ€sentiert, wie etwa Kameras, die Sensoren fĂŒr Bewegungen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in einem GehĂ€use vereinen und dadurch vielseitig einsetzbar sind. „Auf der CES stellen die Hersteller außerdem innovative Technologien fĂŒr die Vernetzung des Smart Home mit dem Connected Car vor“, so Arns. Nicht zuletzt zeigen viele Aussteller Neuigkeiten aus dem Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik: Vernetzte Audiolösungen wie Bluetooth-Lautsprecher oder Multi-Room-Systeme sowie Smart-TVs und Streaming-Adapter sind lĂ€ngst bei den Verbrauchern angekommen. Augmented Reality wird massentauglich Augmented-Reality-Anwendungen ergĂ€nzen die Wahrnehmung der RealitĂ€t durch internetbasierte Zusatzinformationen. So blenden etwa spezielle Apps relevante Zusatzinformationen in das Kamerabild des Smartphones ein. Solche Informationen sind zum Beispiel Angaben zu einer SehenswĂŒrdigkeit, die Geschichte eines Kunstwerks im Museum oder der Kaufpreis einer Immobilie. Damit der Nutzer hierfĂŒr nicht immer das Smartphone aus der Tasche holen muss, haben verschiedene Hersteller Smart Glasses entwickelt. Die intelligenten Brillen blenden die Daten direkt in das Sichtfeld der Nutzer ein. Laut Bitkom-Befragung können sich 38 Prozent der BundesbĂŒrger vorstellen, solche Brillen zu nutzen. Die neuesten Modelle werden auf der diesjĂ€hrigen CES prĂ€sentiert. Virtual-Reality-Brillen: nicht nur etwas fĂŒr Gamer Virtual-Reality-Brillen, mit denen Nutzer in imaginĂ€re 3D-Welten eintauchen, sind ebenfalls sehr gefragt. Jeder fĂŒnfte BundesbĂŒrger (20 Prozent) kann sich vorstellen, eine solche VR-Brille zu nutzen. Auf einem integrierten Bildschirm zeigt die Brille Videos und Bilder im 3D-Format. Bei neueren Modellen passt sich der Bildausschnitt automatisch den Augen- und Kopfbewegungen der Nutzer an, was zum Beispiel einen direkten Blickkontakt mit virtuellen Personen ermöglicht. UrsprĂŒnglich wurden die Brillen fĂŒr die Gaming-Branche entwickelt. Mittlerweile gibt es zahlreiche kommerzielle Anwendungsmöglichkeiten. So können etwa Piloten in virtueller Umgebung die Flugzeugbedienung ĂŒben. FĂŒr Ärzte besteht die Chance, riskante Eingriffe digital zu simulieren. Architekten und StĂ€dteplaner können damit begehbare EntwĂŒrfe erstellen. Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Besichtigung von touristischen SchauplĂ€tzen und SehenswĂŒrdigkeiten, ohne vor Ort zu sein. Wearables: vernetzte Sportkleidung und SchmuckstĂŒcke Auf der CES werden zahlreiche neue Wearables gezeigt. Diese IT-GerĂ€te, zum Beispiel Smartwatches oder Fitnesstracker, werden direkt am Körper getragen. Nach Bitkom-Daten lag der Absatz fĂŒr Smartwatches und Fitnesstracker im Jahr 2015 bei 1,72 Millionen GerĂ€ten und brachte UmsĂ€tze von 240 Millionen Euro. Der Preis fĂŒr intelligente Uhren lag im Durchschnitt bei 262 Euro, fĂŒr Fitness-Tracker zahlten Verbraucher im Schnitt 66 Euro. Neben smarten Uhren und ArmbĂ€ndern gibt es mittlerweile auch vernetzte Sportkleidung wie T-Shirts mit Sensoren, die die Atem- und Herzfrequenz messen oder Socken, die den Druck beim Abrollen des Fußes wĂ€hrend des Joggens aufzeichnen. „Bei Wearables ist vernetzte Funktionskleidung die logische Weiterentwicklung. Die immer kleiner und leistungsfĂ€higer werdenden Sensoren lassen sich immer besser direkt in Textilien integrieren“, so Timm Lutter. MobilitĂ€t der Zukunft: Connected Cars, selbstfahrende Autos und Elektrofahrzeuge Neben der klassischen Unterhaltungselektronik rĂŒckt die intelligente MobilitĂ€t zunehmend in den Mittelpunkt der CES. In diesem Jahr haben diverse Hersteller angekĂŒndigt, neue Modelle mit Elektromotor vorzustellen. Das Interesse der Verbraucher an Elektroautos ist groß. Aktuell können sich rund sieben von zehn (69 Prozent) BundesbĂŒrgern vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen. Dass man das eigene Auto mit dem Smartphone oder Tablet Computer vernetzten kann, ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern wird kĂŒnftig ein wichtiges Verkaufsargument sein: 85 Prozent der Deutschen werden in zehn Jahren beim Autokauf verstĂ€rkt darauf achten, dass die BenutzeroberflĂ€che im Cockpit mit den gĂ€ngigen Smartphone-Betriebssystemen kompatibel ist, wie eine Bitkom-Befragung zeigt. So kann etwa die Routenplanung, die man zu Hause auf dem Smartphone gemacht hat, problemlos beim Einsteigen ins Fahrzeug ĂŒbernommen werden. Auch das selbstfahrende Auto, das mithilfe von IT automatisiert gelenkt und gesteuert wird, ist keine Utopie mehr. Bereits im letzten Jahr wurde auf der CES ein neuer Prototyp des selbstfahrenden Autos vorgestellt. Das Interesse der Deutschen an solchen Fahrzeugen ist groß: Rund vier von zehn BundesbĂŒrgern (37 Prozent) sagen heute bereits, sie wĂŒrden ein selbstfahrendes Auto kaufen. 3D-Druck: ZĂ€hne, Möbel oder Brillenfassungen selbst herstellen UrsprĂŒnglich diente das 3D-Druck-Verfahren dazu, in der industriellen Fertigung technische Teile wie Prototypen zu erstellen. In den letzten Jahren haben die Hersteller das einstige Nischenprodukt mit Hochdruck weiterentwickelt. „Egal ob Zahnkrone, Brillengestell oder ein eigenes MöbelstĂŒck – mit 3D-Druckern kann man in Zukunft sĂ€mtliche Teile ganz individuell und vergleichsweise gĂŒnstig herstellen“, so Lutter. Ein weiterer Bereich, in dem sich 3D-Drucker langfristig etablieren werden, ist die Medizin und Gesundheitsbranche. Einer Bitkom-Befragung zufolge erwartet bereits jeder dritte Experte der Gesundheitsbranche (34 Prozent), dass die Herstellung von Prothesen und Implantaten aus dem 3D-Drucker in zehn Jahren alltĂ€glich sein wird.
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