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© staufen Analysen | 15 Juli 2015

Deutscher Maschinenbau verlagert Entwicklungs-Kapazitäten nach Asien

Bisher haben sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivit√§ten des deutschen Maschinenbaus √ľberwiegend auf den Heimatmarkt konzentriert. Doch die Unternehmen denken um.
So planen bereits 13 Prozent der Firmen den Aufbau neuer Forschungs-, Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen im Reich der Mitte, in Deutschland wollen nur noch 9 Prozent der Betriebe weitere F+E-Kapazit√§ten errichten. Das sind Ergebnisse einer Studie der Unternehmensberatung Staufen AG gemeinsam mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). 138 Unternehmen der Branche wurden befragt. China hat sich zwar l√§ngst zum wichtigsten ausl√§ndischen Absatzmarkt f√ľr die deutschen Maschinenbauer entwickelt - die Unternehmen erzielen hier j√§hrlich mehr als 16 Milliarden Euro Umsatz. Doch die immense Bedeutung dieses Marktes spiegelt sich l√§ngst nicht in den Entwicklungsaktivit√§ten vor Ort wider. "Noch immer werden Maschinen und Anlagen f√ľr China weitgehend in Deutschland konstruiert und entwickelt", sagt Studienleiter Dr. Andreas Romberg von der Staufen AG. "Doch immer mehr Maschinenbauer erkennen, dass sie mit Produkten 'designed in Germany' k√ľnftig auf dem chinesischen Markt nicht weiter wachsen k√∂nnen. Sie planen daher den Aufbau von Entwicklungsabteilungen vor Ort, um Maschinen und Anlagen gezielt f√ľr den lokalen Markt zu entwickeln." Insgesamt forscht, entwickelt und konstruiert bereits jede dritte der √ľber 6.000 deutschen Maschinenbaufirmen auch im Ausland. Weitere 23 Prozent planen derzeit den Aufbau entsprechender Standorte. Zwar sind bisher √ľberwiegend mittlere bis gro√üe Unternehmen fern der Heimat aktiv, aber auch zahlreiche kleine Firmen arbeiten im Ausland an Innovationen. "Entwicklung und Konstruktion im Ausland ist f√ľr den Maschinenbau als gr√∂√üter industrieller Arbeitgeber in der Bundesrepublik zur Notwendigkeit geworden", sagt Dr. Frank B√ľnting, Leiter Betriebswirtschaft beim VDMA. "Dennoch empfiehlt es sich f√ľr die Unternehmen, wesentliche Kernaktivit√§ten in Deutschland zu halten und die l√§nder√ľbergreifenden Entwicklungsaktivit√§ten so effizient und effektiv wie m√∂glich zu gestalten." Standardisierung und Modularisierung bieten beispielsweise die M√∂glichkeit, Plattformen und Bauk√§sten in Deutschland zu entwickeln, auf deren Basis in aller Welt Produkte f√ľr die lokalen M√§rkte adaptiert werden k√∂nnen.
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