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© teleplan Elektronikproduktion | 26 Mai 2015

So können wir die wachsenen Elektroschrottberge bekämpfen

Zu viel Elektronik wird frühzeitig entsorgt, obwohl viele Geräte die Fähigkeit haben, weiterverkauft, repariert oder recycelt zu werden und trotzdem wird das Problem jedes Jahr schlimmer…

Ein kürzlich veröffentlichter Artikel von der United Nations University (UNU) ergab, dass mehr als 34 Milliarden an potentiellen recycelbaren Waren in „toxischen Minen“ enden. Das bedeutet also, dass weniger als 16 Prozent des weltweiten Elektroschrotts von den Deponien umgeleitet werden. Die wirtschaftlichen Kosten des Elektroschrotts sind alarmierend und das aus zwei Gründen. Zum einen sind dies Kosten, die für die Beseitigung und das Aufräumen aufkommen, aber es gibt auch die Einnahmen auf der anderen Seite, die durch Wiederverwendung und die erzeugten Recyclingmaterialien entstehen könnten. Der Bericht der UNU hat festgestellt, dass die globalen Deponien 1000 Tonnen Silber im Wert von GBP 400 Millionen, 16 Megatonnen Stahl im Wert von GBP 6,5 Milliarden und 300 Tonnen Gold, was zehnmal mehr als die Weltjahresproduktion ist, enthalten. Der UNU-Bericht verstärkt auch unsere eigenen jüngsten Erkenntnisse bei Teleplan. Wir haben festgestellt, dass die britische Öffentlichkeit elektronische Geräte im Wert von über GBP 1,4 Mrd. jährlich wegwirft. Statt sich für eine einfache Reparatur zu entscheiden, wählen die meisten Menschen die Elektronik direkt in den Müll zu schmeißen; 48,3 Prozent der Befragten sagten, dass die Sachen es nicht wert waren, diese zu ersetzen. 34,3 Prozent kauften ein Ersatzgerät und 10,2 Prozent haben sich einfach nicht die Mühe gemacht, etwas zu zahlen oder eine Reparatur in Anspruch zu nehmen. Es ist wichtig, dass elektronische Waren am Ende so umweltfreundlich wie möglich entsorgt werden, um so sicherstellen zu können, dass alle wiederverwendbaren Komponenten aussortiert sowie alle Gefahrstoffe sicher entfernt werden. Denn schädliche Schwermetalle und Chemikalien, die üblicherweise bei der Herstellung von Elektronik verwendet werden, können beispielsweise leicht in den Boden und das Wassersysteme eindringen. Die Zusammenarbeit mit zuverlässigen Kundendienstanbietern, vom direkten Beginn des Prozesses, bedeutet, dass eine effektive Wiederverwendungs- und Recyclingstrategie in die Lieferkette integriert werden kann. Die Unternehmen sparen so Geld und es wird ihnen ermöglicht, Komponenten, die weiterhin brauchbar sind, wieder zu verwenden. Die Planer der Lieferkette könnten die Führung übernehmen, um den Herstellern, Verkäufern und Verbrauchern einen Anreiz zu geben, dass elektronische Produkte zurück in den Produktionszyklus und Komponenten wieder in die Lieferkette gelangen, statt auf die Deponie. So können zum Beispiel Unternehmen das Potential von Trade-in Angeboten und Rückkaufprogrammen beim Verkauf von neuen Geräten erkennen. So sparen nicht nur die Verbraucher Geld, sondern auch die Markentreue wird auf längere Sicht gefördert. Diese Unternehmen profitieren auch davon, dass sie eine besseres Corporate Citizenship haben, da sie eine größere Verantwortung für die Verbesserung der Umweltbelastung auf sich nehmen. Als Industrie können wir helfen, das Problem des enormen Elektroschrottberges zu reduzieren und gleichzeitig die Kosten in der gesamten Lieferkette zu senken. Aber damit dies geschehen kann, ist es wichtig, einen zuverlässigen und strategischen Service-Partner zu wählen, der hervorragende Kenntnisse in dieser Herausforderung und den globalen Ressourcen hat, um so den Kundenservice zu verbessern und einen positiven Einfluss auf die Umwelt zu ziehen. ----- Von Sven Boddington, Vice President, Global Marketing & Client Solutions, Teleplan International.
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