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© deutsche accumotive gmbh Elektronikproduktion | 15 April 2015

Deutsche ACCUmotive stellt 140 Mitarbeiter ein

Frank Blome, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Deutsche ACCUmotive: „Wir werden im Rahmen unserer Wachstumsstrategie den bereits im vergangenen Jahr begonnenen Personalaufbau fortsetzen und die Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Deutschen ACCUmotive bis 2016 nahezu verdoppeln.“
Die Deutsche ACCUmotive baut an ihrem Produktionsstandort im sĂ€chsischen Kamenz die FertigungskapazitĂ€ten aus und stellt 140 Mitarbeiter ein. Die hundertprozentige Tochter der Daimler AG rechnet mit steigenden Produktionszahlen von Batteriesystemen auf Lithium-Ionen-Basis fĂŒr automobile Anwendungen sowie im neuen GeschĂ€ftsfeld der stationĂ€ren Batteriespeicher.

Die Daimler AG investiert in den nĂ€chsten Jahren rund 100 Millionen Euro in die Deutsche ACCUmotive. Mit der Fertigstellung einer dritten Produktionshalle in diesem Jahr verfĂŒgt das Unternehmen in Kamenz ĂŒber fast 20.000 mÂČ Produktions- und LogistikflĂ€chen - das bedeutet eine Vervierfachung der FlĂ€chen seit dem Produktionsstart im Jahr 2011.

Die meisten der neuen Mitarbeiter werden voraussichtlich vom benachbarten Schwesterunternehmen Li-Tec Battery (Li-Tec) zur Deutschen ACCUmotive wechseln. Das sieht ein kĂŒrzlich mit dem Betriebsrat der Li-Tec vereinbarter Sozialplan vor. „Wir können 140 Mitarbeitern der Li-Tec bei der Deutschen ACCUmotive eine Perspektive bieten. Das sichert dem Großteil der Li-Tec-Belegschaft eine WeiterbeschĂ€ftigung am Standort Kamenz“, so Blome, der zugleich GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zellenherstellers Li-Tec ist.

Li-Tec ist ebenfalls eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen stellt Lithium-Ionen-Zellen her, die bisher in den Batterien der Deutschen ACCUmotive verwendet werden. Zum Jahresende 2015 lÀsst Li-Tec die Zellenproduktion auslaufen.

Obwohl die Lithium-Ionen-Zellen der Li-Tec, was die LeistungsfĂ€higkeit und QualitĂ€t angeht, absolut wettbewerbsfĂ€hig sind, ist eine Zellenproduktion derzeit nicht wirtschaftlich darstellbar: Dazu sind die erreichbaren Volumina bei gleichzeitigen ÜberkapazitĂ€ten am Weltmarkt zu gering. Die Li-Tec GmbH wird als Forschungsgesellschaft mit 27 Mitarbeitern weitergefĂŒhrt, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Als Betriebsrat haben wir keinen Einfluss auf die unternehmerische Entscheidung, die Produktion einzustellen. Wir konnten jedoch in harten, aber konstruktiven Verhandlungsrunden mit dem Unternehmen vereinbaren, dass deutlich mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als ursprĂŒnglich geplant zur Deutschen ACCUmotive wechseln können. FĂŒr die vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter konnten wir sehr gute und faire Konditionen aushandeln. Dazu gehört unter anderem eine Transfergesellschaft, in der die frei werdenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fĂŒr zwölf Monate aufgefangen werden“, so Heidi Schneider, Betriebsratsvorsitzende der Li-Tec.
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