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© ermess dreamstime.com Analysen | 19 Januar 2015

Standortchance „Vernetzte Industrie“

Bosch-Chef Denner ist überzeugt, Industrie 4.0 bietet deutschen Unternehmen viele Chancen auf neue Geschäfte, Produktivitätsfortschritte und damit mehr Wettbewerbsfähigkeit.

„Durch vernetzte Fertigungsabläufe werden Produktivitätsfortschritte von bis zu 30 Prozent erwartet“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. „Mit Industrie 4.0 können wir auch am Hochkostenstandort Deutschland wettbewerbsfähig sein.“ Der Chef des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens warnte zugleich, dass nicht alle Firmen diese Möglichkeiten bereits erkannt hätten. Dies führe dazu, dass sie zum einen die Herausforderungen der vernetzten Produktion nicht rechtzeitig angingen. Länder wie China, die USA oder Korea trieben die Vernetzung vielfach weitaus entschiedener voran, so der Bosch-Chef weiter. Bosch sieht sich auf dem Weg zur vernetzten Produktion als Leitanwender und Leitanbieter von Soft- und Hardware. Das Unternehmen arbeitet aktuell an der Vernetzung seiner weltweit mehr als 250 Produktionsstätten. „Industrie 4.0 ermöglicht auch eine hohe Flexibilität in der Produktion“, sagte Denner. „Auf einer vernetzten Montagelinie können wir beispielsweise viele verschiedene Hydraulikventile für Landmaschinen nebeneinander herstellen und jederzeit neue Varianten aufnehmen – ohne aufwändiges Umrüsten der Anlage. Das macht individualisierte Produkte auch in der kostengünstigen Massenfertigung möglich.“ Sensoren an Werkstücken und Maschinen sorgen im Zusammenspiel mit schnellen Funknetzen und Software dafür, dass Gegenstände ohne das Eingreifen des Menschen miteinander Informationen austauschen. Aus den dabei anfallenden Daten lassen sich viele neue Informationen ableiten und Wirkzusammenhänge analysieren. Eine Maschine kann zum Beispiel ihren Verschleiß erkennen und rechtzeitig die Wartung auslösen. So lassen sich ungeplante Stillstandszeiten verringern – die Produktivität steigt.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-1