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© juki Elektronikproduktion | 07 Januar 2015

Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG produziert mit Juki

Mit Juki Best├╝ckungsautomaten produziert Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG Leiterplatten, die den harten Anforderungen f├╝r den Einsatz im Weltraum entsprechen
Mehr als die H├Ąlfte aller Telekommunikations-Satelliten im Orbit haben Tesat-Ger├Ąte an Bord. Heute ist man ├╝berzeugt, dass globale Kommunikation in Zukunft nur mit Einbeziehung des Weltraums realisierbar ist. Tesat entwickelt und liefert Ger├Ąte f├╝r die optische Breitbandkommunikation im All. Diese Terminals k├Ânnen mittels Laserstrahlen Daten und Bilder zwischen Satelliten und von Satelliten zur Erde ├╝bertragen. Vorteile der Laserkommunikation sind beispielsweise die hohen ├ťbertragungsraten von derzeit 5,5 Gbit (das entspricht 200.000 DIN A4 Seiten) pro Sekunde und eine hohe St├Ârunempfindlichkeit. Am 25. Juli 2013 wurde Alphasat gestartet. Dies ist der bisher gr├Â├čte, europ├Ąische Telekommunikationssatellit mit einem Startgewicht von mehr als 6,6 Tonnen und einer Spannweite von 40 Metern. Er hat vier technologische Demonstrationssysteme f├╝r die ESA an Bord, darunter ein Laser-Kommunikationsterminal, das von Tesat-Spacecom im Auftrag des Deutschen Zentrums f├╝r Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde. Das Terminal dient der Vorbereitung des europ├Ąischen Datenrelais├╝bertragungssystems (EDRS) und erm├Âglicht sehr hohe ├ťbertragungsgeschwindigkeiten zwischen der erdnahen Umlaufbahn (Low Earth Orbit = LEO) und der geostation├Ąren Umlaufbahn (Geostationary Earth Orbit = GEO). Damit sollen in Zukunft Erdbeobachtungsanwendungen und -dienstleistungen erheblich verbessert werden. Bei der gewaltigen Entfernung des Nachrichtensatelliten von der Erde (mit 36.000 km Abstand etwa der dreifache Erddurchmesser) ist es eine Herausforderung an die Ingenieure, die Ausrichtung der Mechaniken und Optiken auf Bruchteile eines Grades genau sicher zu stellen. Bei einem Test traf der Laserstrahl wie gefordert zum programmierten Zeitpunkt auf Teneriffa zielgenau im Kontrollzentrum ein. Die Best├Ątigung der Ausrichtgenauigkeit war ein wesentlicher Schritt bei der Vorbereitung f├╝r die erste Daten├╝bertragung per Laser vom Alphasat Satelliten. In der SMT (Surface Mount Technology) Produktion von Tesat-Spacecom in Backnang (Deutschland) werden extreme Anforderungen an die Qualit├Ąt, die R├╝ckverfolgbarkeit und den First Pass Yield gestellt. Die gesamte Fertigung unterliegt den weltweit strengsten Normen der Weltraumbeh├Ârden und erf├╝llt den ECSS Standard der ESA (European Space Agency). Nur Leiterplatten, welche hundertprozentig korrekt best├╝ckt und produziert wurden, d├╝rfen weiterverwendet werden. Eine Reparatur ist nicht erlaubt. Die R├╝ckverfolgbarkeit muss h├Âchsten Anforderungen gen├╝gen und wird von der Komponentenherstellung bis zur Best├╝ckung auf die Leiterplattenposition l├╝ckenlos und automatisiert zur├╝ckverfolgt. Ein Satellit kostet ca. 300 Millionen Euro bis er in der Umlaufbahn ist. Leiterplatten von Tesat k├Ânnen einige 10ÔÇś000 Euro kosten und stellen damit sehr wertige Produktionsg├╝ter dar. Im Zuge der Erneuerung der Best├╝ckungsautomaten wurde, um all die komplexen Kriterien zu erf├╝llen, ein Partner gesucht, welcher bereit ist, mit Tesat intensiv zusammenzuarbeiten. Herr Hans-Dieter Collissy, Einkaufsleiter bei Tesat bemerkte dazu: ÔÇ×Mit Juki haben wir einen starken Partner gefunden, welcher uns nicht nur Maschinen liefert, sondern uns auch kompetent durch unsere Audits begleitet. Diese k├Ânnen bis zu 6 Monate dauern, bis die Maschinen f├╝r die Fertigung freigegeben werden. Juki entwickelte einige Prozesse speziell f├╝r die Tesat Anforderungen.ÔÇť Die Juki Linie ist in der Konfiguration einmalig, da zwei 3020V IC Best├╝ckungsautomaten in Linie geschaltet sind. Somit hat man eine 1:1 Redundanz, was auch in den Satellitensystemen im Weltall in der Regel gefordert wird. S├Ąmtliche Qualit├Ątskontrollen, wie voll-intelligente, elektrische Feeder mit 100 % R├╝ckverfolgbarkeit, elektrisches Messen der Komponenten, hochgenaue Laser gesteuerte Koplanarit├Ąt etc. sind auf den Systemen ger├╝stet. Manfred Kugler, Leiter bei Juki f├╝r das Tesat Projekt erkl├Ąrt: ÔÇ×Dies war eines der anspruchsvollsten Projekte, welches wir je realisiert haben. Durch die teuren Leiterplatten hatte man kaum Material, um den hochkomplexen Prozess einzufahren. Die Maschinen sind nun f├╝r die Produktion freigegeben und alle Anforderungen konnten erf├╝llt werden.ÔÇť
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