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© ASM Assembly Systems Elektronikproduktion | 03 September 2014

Prof. Dr. Büttner sieht Siemens EWA als Vorreiter

Das Siemens Elektronikwerk Amberg (EWA) ist eine der weltweit fortschrittlichsten Elektronikfertigungen – und war damit nicht zufĂ€llig Gastgeber fĂŒr die Pressekonferenz der ASM Pacific Technology (ASMPT) anlĂ€sslich der erfolgreichen Übernahme des Industriedruckerspezialisten DEK.
In seiner Ansprache auf der Pressekonferenz erlĂ€uterte Prof. Dr. Karl-Heinz BĂŒttner, Leiter des Siemens Elektronik Werk Amberg, welche gemeinsamen Ziele das EWA mit den Teams von Siplace und DEK seit vielen Jahren verbindet. Prof. Dr. BĂŒttner skizzierte die Vision einer modernen, hochflexiblen und weitgehend automatisierten Elektronikfertigung als „Digital Factory", beschrieb die hierfĂŒr erforderlichen Voraussetzungen und gab Einblicke in den Stand gemeinsamer Projekte zur Umsetzung dieser Ideen. „Siemens ist WeltmarktfĂŒhrer auf dem Gebiet elektronischer Steuerungen. Das EWA ist hierzu das Vorzeigewerk. Wir stellen hier in Amberg hochkomplexe Steuerungen mit einer extrem hohen ProduktivitĂ€t und QualitĂ€t her. Aber wer sich auf seinen Erfolgen ausruht und seine Prozesse nicht laufend weiter verbessert, wird in einer so dynamischen Branche wie der Elektronikfertigung schnell ins Hintertreffen geraten", leitete Prof. Dr. BĂŒttner in das Thema Digital Factory ein. FĂŒr Prof. Dr. BĂŒttner wird die Digitalisierung unserer Welt die QualitĂ€tsansprĂŒche an die Elektronik weiter wachsen lassen. Gleichzeitig steige die Zahl der Varianten und die LosgrĂ¶ĂŸen sinken, weil sich Produktlebenszyklen extrem verkĂŒrzen. „Traditionelle Fertigungskonzepte und klassische, hardware-zentrierte SMT-Linien bieten auf diese Anforderungen keine Antwort. Deshalb suchen wir die Zusammenarbeit mit fortschrittlichen Anbietern wie DEK und Siplace, um hier gemeinsam Antworten zu finden. Nur gemeinsam und ĂŒber einen regen Informationsaustausch lassen sich heute Lösungen entwickeln, die unseren AnsprĂŒchen an eine moderne, hochflexible Elektronikfertigung gerecht werden. Das EWA zeigt, dass sich dieses Konzept bewĂ€hrt", so Prof. Dr. BĂŒttner. Industrie 4.0 beginnt heute Im EWA beschĂ€ftigt man sich seit Jahren mit einer ganzheitlichen Optimierung der Fertigungsprozesse. Eine kunden- und auftragsorientierte Fertigungsplanung, die transparente Echtzeit-Visualisierung von Produktionsprozessen als Optimierungsinstrument, teilautomatisierte Materiallogistik, hochflexible RĂŒstprozesse ohne Linienstopps und Leiterplatten mit Codes, die die BestĂŒckung und nachgelagerte QualitĂ€tsprĂŒfungen flexibel steuern, sind nur einige Beispiele fĂŒr zukunftsweisende Konzepte und Prozessoptimierungen, die in der EWA bereits heute umgesetzt werden. In der jetzt vollzogenen Verbindung von DEK und Siplace sieht das EWA große Chancen. „Wir erwarten, dass die bisher weitgehend isolierten Prozesse Lotpastendruck, Inspektion und BestĂŒckung stĂ€rker miteinander vernetzt werden, Informationen aus der einen Prozessphase an die nachkommenden Maschinen ĂŒbergeben werden", formuliert Prof. Dr. BĂŒttner seine WĂŒnsche deutlich. „Industrie 4.0 und die Digital Factory verlangen von den Equipment-Herstellern ein extrem gutes VerstĂ€ndnis der gesamten Prozesskette – der Zusammenschluss von DEK und Siplace ist auch aus dieser Perspektive ein smarter Schachzug."
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