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© Skytech Europe Leiterplatten | 21 Mai 2014

Skytech Europe schwimmt auf der Erfolgswelle

Viel wurde geredet: über Leiterplatten-Hersteller in Europa, Trader die aus Asien importieren und wer wem den Markt untergräbt. Unzählige Grauschattierungen in diesem Bereich machen eine einfache Antwort unmöglich.
Skytech Europe ist ein Leiterplatten Service Unternehmen. Spezialisiert auf den Import asiatischer Leiterplatten nach Europa, ist es eines der Unternehmen, denen der Untergang der europäischen Leiterplatten-Industrie vorgeworfen wird. Doch ist es wirklich so einfach?

“Man muss das differenzierter sehen. Sicherlich gehen durch den Import von Leiterplatten auch einige Arbeitsplätze bei Herstellern hier in Europa verloren, keine Frage. Allerdings schaffen wir auch einige Arbeitsplätze. Schlussendlich muss man jedoch eingestehen, dass die Kunden immer dort kaufen wo es am GĂĽnstigsten ist. Wenn dann noch der Service und die Qualitätssicherung stimmt, dann hat man ein erfolgreiches Geschäftskonzept”, meint GeschäftsfĂĽhrer Patrick Borkhart.

Falko Borkhart ergänzt: “Viele Hersteller beziehen ihr Basismaterial aus Asien und kaufen nicht in Europa ein. [ed_Es gibt nur noch zwei Hersteller von Basismaterial, die eine europäische Produktion unterhalten.] Es ist nicht wirklich verwunderlich, wenn Unternehmen dann auch die fertigen Platinen aus Asien beziehen. Das ist ein ziemlich kleiner Schritt.”

Skytech Europe hat - so die beiden GeschäftsfĂĽhrer - einen Vorteil. Man liefert in die Absatzmärkte der Kunden hinein. So zählen Automotive und Industrial, aber auch Medical und Consumer zu den wichtigsten Kundensegmenten. FĂĽr den Automobilbereich sind die derzeitigen Hauptabsatzmärkte in China und in den USA zu finden. “Die groĂźen Automobilhersteller wollen ihre Lieferkette da haben, wo sie die Autos auch verkaufen. Und warum sollte man Leiterplatten aus Asien nach Deutschland zum BestĂĽcken schicken, nur um sie dann wieder zurĂĽck nach China zu transportieren? Dann lass ich lieber Alles in China fertigen. Ein erkennbarer Trend, der wiederum europäische Leiterplatten-Hersteller ausgrenzt , aber nicht von uns ausgeht. Und wenn man ganz genau sein will, dann trägt der Konsument zu dieser Entwicklung bei. Alles muss weniger kosten oder gar kostenlos sein. Da braucht man sich ĂĽber diese Entwicklung nicht zu wundern.”

80% der Skytech Europe Kunden kommen aus Deutschland, gefolgt von Ă–sterreich, der Schweiz und China selbst. Mexiko ist derzeit ein Wachstumsmarkt fĂĽr das Unternehmen. Der Lieferanteil liegt bei 25%. Produziert werden die Platinen von verschiedenen Partnern in China, spezialisiert auf verschiedene Technologien. Geliefert wird rund um den Erdball. “Der Vorteil fĂĽr unsere Kunden ist; ein Ansprechpartner, der alle Produktionsstandorte des Kunden beliefern kann. Und das in der immer gleichen Qualität. Auch bei Fragen was die Rechtslage betrifft sind wir erster Ansprechpartner. Wir betonen immer, dass wir die Schnittstelle zwischen Deutschland und Fernost sind.”

Das Wachstum der letzten Jahre wird mit Investitionen nach AuĂźen getragen. Am deutschen Hauptsitz wurde kräftig investiert. Zwischen EUR 150-200’000 wurden fĂĽr neue BĂĽro- und Lagerflächen ausgegeben. Auch neue Maschinen standen auf der Einkaufsliste. “Wir haben unsere Qualitätssicherung weiter ausgebaut und z.B. in einen AVI-Scanner der Firma Tayo investiert und auch in ein 3D Mikroskop von Keyence. UrsprĂĽnglich hatten wir nur unsere eigenen QualitätsansprĂĽche im Visier, aber wir bekommen vermehrt Anfragen von anderen Unternehmen. Also haben wir beschlossen, dies als Service in unser Portfolio aufzunehmen. Hier gibt es viel Bedarf. Vor allem von Unternehmen, die ihre Leiterplatten selbst aus China beziehen.”

Doch wo soll es mit Skytech Europe hingehen? “Die Projektierung geht jetzt bis in das Jahr 2018. Ein jährliches Umsatzwachstum von 50% ist selbstverständlich utopisch, aber wir wollen ein allgemeines Wachstum von 10-15% erreichen. Das ist unser Ziel. Und wir sind auf gutem Wege dies auch zu erreichen.”

Da bleibt für mich nur eins; während der electronica im November einmal nachfragen.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1