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© rob hill dreamstime.com Analysen | 10 Februar 2014

Auftragseingänge mit merklichem Plus zum Jahresende 2013

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie haben zum Jahresende 2013 noch einmal merklich zugelegt.
Im Dezember übertrafen sie ihren Vorjahreswert um 8,6 Prozent. Aus dem Inland gingen dabei 6,9 und aus dem Ausland 10,0 Prozent mehr Bestellungen ein. Dabei konnte aus der Eurozone ein Auftragsplus von 7,8 und aus Drittländern von 11,1 Prozent registriert werden.

„Im gesamten vergangenen Jahr hat die Branche 2,6 Prozent mehr Aufträge in ihre Bücher geholt als 2012“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Während die Bestellungen von inländischen Kunden mit plus 0,1 Prozent stagnierten, erhöhten ausländische Kunden ihre Orders um 4,8 Prozent. Die Auftragseingänge aus der Eurozone gaben dabei leicht um 0,6 Prozent nach, aus dem Nicht-Euroraum nahmen sie dagegen um 8,1 Prozent zu.“

Produktion und Umsatz im Dezember ebenfalls mit Zuwächsen

Die (um Preiseffekte bereinigte) Produktion der Elektrounternehmen ist im Dezember 2013 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im gesamten vergangenen Jahr ging sie um 2,7 Prozent zurück.

Der Branchenumsatz lag im Dezember mit 14,2 Milliarden Euro um 4,9 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Inlands- und Auslandserlöse legten mit plus 5,2 Prozent (auf 7,2 Milliarden Euro) beziehungsweise plus 4,7 Prozent (auf 7,0 Milliarden Euro) dabei annähernd gleich stark zu. Der Umsatz mit Euroländern (plus 6,2 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro) wuchs sogar stärker als der mit Drittländern (plus 4,0 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro).

Für das gesamte Jahr 2013 ergibt sich – vorläufig – ein Umsatzrückgang von 2,2 Prozent auf 166,3 Milliarden Euro. Hier sind die inländischen Erlöse um 4,5 Prozent auf 84,9 Milliarden Euro gesunken, wohingegen die ausländischen Erlöse mit 81,4 Milliarden Euro (plus 0,1 Prozent) stabil blieben. Der Umsatz innerhalb der Eurozone war mit 29,5 Milliarden Euro um 5,2 Prozent rückläufig, außerhalb der Eurozone stieg er indessen um 3,3 Prozent auf 51,9 Milliarden Euro.

„Für 2014 rechnet der ZVEI wieder mit einem realen Produktionsplus von zwei Prozent und einem Umsatzanstieg auf 170 Milliarden Euro“, so Dr. Gontermann.

Geschäftsklima zu Beginn des neuen Jahres deutlich gestiegen

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat im Januar 2014 nochmals deutlich zugelegt. „Es war der dritte Anstieg in Folge. Das Klima befindet sich jetzt auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren“, sagte Dr. Gontermann. „Lagebewertung und Erwartungen der Elektrounternehmen setzen dabei ihre unterschiedliche Entwicklung fort. Während die Firmen ihre aktuelle wirtschaftliche Situation im Januar sehr ähnlich beurteilt haben wie im Dezember, sind die allgemeinen Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate kräftig gestiegen.“

Ihre gegenwärtige Lage bewerten 33 Prozent der Branchenunternehmen derzeit als gut, 51 Prozent als stabil und 16 Prozent als schlecht. Gleichzeitig gehen 31 Prozent der deutschen Elektrofirmen von einer anziehenden Geschäftstätigkeit in den nächsten sechs Monaten aus, 64 Prozent der Firmen rechnen hier mit gleichbleibenden Aktivitäten, fünf Prozent mit Rückgängen.

Kapazitätsauslastung gibt im ersten Quartal 2014 etwas nach

Die Kapazitätsauslastung in der deutschen Elektroindustrie hat sich zu Beginn des ersten Quartals 2014 zwar wieder etwas verringert. Sie ist um gut einen Prozentpunkt von 83,7 auf 82,6 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung gefallen und liegt jetzt damit nur leicht unter ihrem langjährigen Durchschnitt von 83 Prozent. Verglichen mit dem ersten Quartal 2013 rangiert sie aber eineinhalb Prozentpunkte höher.

Die Reichweite der Auftragsbestände blieb Anfang des ersten Quartals dieses Jahres unverändert bei 2,7 Produktionsmonaten. Hier wird das langjährige Mittel von 2,6 Monaten weiter überschritten.

Befragt man die Firmen nach dem für sie größten Produktionshemmnis, ist die am häufigsten genannte Antwort noch immer ein Mangel an Aufträgen (18 Prozent). Vor einem Quartal hatten dies allerdings noch 20 Prozent der Branchenunternehmen angegeben, im Frühjahr 2013 sogar 32 Prozent.

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