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© alphaspirit-dreamstime.com Elektronikproduktion | 10 Februar 2014

FPK Peine soll auch nach Insolvenzantrag fortgeführt werden

Die Produktion bei der FPK Lightweight Technologies Deutschland GmbH soll auch nach dem gestern gestellten Insolvenzantrag weiter gehen.
„Wir sind bereits mit einem Expertenteam vor Ort, um in GesprĂ€chen mit den Kunden und Lieferanten die Voraussetzungen dafĂŒr zu schaffen. Unser Ziel ist zunĂ€chst, den Betrieb zu stabilisieren und dann eine Lösung fĂŒr die weitere FortfĂŒhrung zu entwickeln“, betonte der vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hoefer I Schmidt-Thieme bei einer Belegschaftsversammlung im Werk Peine. Um eine schnellere Abstimmung mit den GlĂ€ubigern zu ermöglichen und so die Sanierung im Insolvenzverfahren zu unterstĂŒtzen, bestellte das Amtsgericht Gifhorn auch bereits einen vorlĂ€ufigen GlĂ€ubigerausschuss.

Die rund 130 Mitarbeiter am Standort Peine haben fĂŒr den Monat Januar noch ihre regulĂ€ren Löhne und GehĂ€lter erhalten. Damit sie auch fĂŒr Februar und die Folgemonate pĂŒnktlich Zahlungen bekommen, hat der vorlĂ€ufige Insolvenzverwalter bereits die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes auf den Weg gebracht. Eine weitere wichtige Botschaft von Hoefer fĂŒr die BeschĂ€ftigten: An ihren ArbeitsverhĂ€ltnissen Ă€ndert sich aktuell nichts, alle Mitarbeiter bleiben weiter beschĂ€ftigt.

FPK Lightweight Technologies Deutschland GmbH entwickelt und produziert in Peine als Partner und Zulieferer fĂŒhrender Automobilhersteller leichtgewichtige strukturelle und aero-dynamische Bauteile aus Verbundstoffen. Eine besondere Expertise besitzt das Unternehmen bei Lösungen fĂŒr leichtere Fahrzeuge und optimierte Aerodynamik, die in der Automobilindustrie immer stĂ€rkere Verwendung finden, um den Kraftstoffverbrauch und den Abgasausstoß zu vermindern. Zuletzt setzte FPK Lightweight Technologies Deutschland damit rund 21 Mio. Euro um.

Der Insolvenzantrag war notwendig geworden, nachdem GesprĂ€che ĂŒber die weitere Finanzierung des GeschĂ€ftsbetriebs ĂŒberraschend gescheitert waren und dem Unternehmen damit die ZahlungsunfĂ€higkeit drohte. Das Werk in Peine war erst 2010 aus einer Insolvenz heraus von der FPK-Gruppe ĂŒbernommen worden.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1