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© alexander podshivalov dreamstime.com Elektronikproduktion | 19 November 2013

Fortschritt bei Sanierung: elumatec kann mehr Arbeitsplätze erhalten

Bei der Sanierung des GeschÀfts­betriebs von elumatec können weit mehr ArbeitsplÀtze erhalten werden, als zunÀchst vorgesehen.
Nach dem jetzt zwischen Betriebsrat, IG Metall, GeschĂ€ftsfĂŒhrung und Insolvenzverwalter abgestimmten Sanierungs- und Restrukturierungsprogramm werden am Standort MĂŒhlacker-Lomersheim kĂŒnftig weiterhin mehr als 400 Mitarbeiter (weltweit insgesamt 700) beschĂ€ftigt sein. 46 Mitarbeitern wird angeboten, in eine BeschĂ€ftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln – fĂŒr zwölf Monate und zu 80 Prozent ihrer NettobezĂŒge. Nehmen alle das Angebot an, können betriebsbedingte KĂŒndigungen vermieden werden. Das ist der wesentliche Inhalt des jetzt zwischen dem Betriebsrat und Insolvenzverwalter Tobias Hoefer vereinbarten Interessenausgleichs und Sozialplans. Diese Maßnahme wird ermöglicht durch die UnterstĂŒtzung der Agentur fĂŒr Arbeit, Nagold-Pforzheim. Um so viel BeschĂ€ftigung wie möglich am Standort MĂŒhlacker-Lomersheim zu erhalten, wurden zudem befristete ArbeitsvertrĂ€ge nicht erneuert und Arbeiten, die bislang von einem externen Zulieferer ausgefĂŒhrt wurden, zu elumatec zurĂŒckgeholt. „Uns allen war von Anfang an klar, dass ein Unternehmen wie elumatec in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage aus einer Krisensituation nur herauskommen kann, wenn auch Anpassungen im Personalbereich erfolgen. Wir haben jetzt in einem sehr konstruktiven Miteinander von Betriebsrat, Gewerkschaft, der Insolvenzverwaltung und der GeschĂ€ftsfĂŒhrung eine Lösung gefunden, mit der die Belastungen fĂŒr die Betroffenen so gering wie möglich ausfallen, gleichzeitig aber das Unternehmen zukunftsfĂ€hig aufgestellt werden kann“, betonten Insolvenzverwalter Tobias Hoefer und SanierungsgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Britta HĂŒbner. IG Metall: Konditionen fĂŒr Transfergesellschaft beispielhaft „Wir haben in intensiven Verhandlungsrunden um jeden einzelnen Arbeitsplatz gekĂ€mpft. Das hat sich gelohnt. Wir konnten den Wegfall von etwa 100 ArbeitsplĂ€tzen, die zu Beginn zur Diskussion standen, auf die genannten 46 BeschĂ€ftigten reduzieren. Wir wissen natĂŒrlich, wie schwer es fĂŒr die Kolleginnen und Kollegen ist, die jetzt vom Wegfall ihres Arbeitsplatzes betroffen sind. Deshalb war es uns sehr wichtig, fĂŒr sie eine bestmögliche Absicherung in der Transfergesellschaft zu erreichen. DarĂŒber hinaus haben wir die Hoffnung, dass ihnen elumatec mit der wieder anziehenden Konjunktur vielleicht doch wieder eine Perspektive bieten kann“, sagte Betriebsrat Bernd Hadamofsky heute bei einer Informationsveranstaltung am Standort. „Wir haben in den Verhandlungen ĂŒber den Sozialplan mit UnterstĂŒtzung des IMU-Instituts und eines Fachanwalts fĂŒr Arbeitsrecht viel bewegen können. Mehr war unter den gegebenen Bedingungen schlicht nicht möglich. Auch bei den Konditionen fĂŒr die BeschĂ€ftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft haben wir das Maximum erreicht. Die jetzt mit dem Insolvenzverwalter dafĂŒr vereinbarte Laufzeit von zwölf Monaten bei einem Nettoentgeld von 80 Prozent der letzten BezĂŒge sehe ich sogar als beispielhaft fĂŒr andere Betriebe in Ă€hnlicher Lage an“, erklĂ€rte dazu Rolf Nutzenberger von der IG Metall Pforzheim . Nach EinschĂ€tzung des Insolvenzverwalters schreitet die Sanierung und Restrukturierung der elumatec in Abstimmung mit allen Verfahrensbeteiligten zĂŒgig voran. Das gemeinsame Ziel dabei ist, den Betrieb finanziell und strukturell wieder so aufzustellen, dass sich elumatec eigenstĂ€ndig auf dem Weltmarkt behaupten kann und damit so viele ArbeitsplĂ€tze wie möglich in MĂŒhlacker-Lomersheim dauerhaft gesichert werden können. Bei der im Rahmen des Sanierungs- und Restrukturierungsprogramms erforderlichen ÜberprĂŒfung der PersonalstĂ€rke habe man die Entwicklungen von Markt und Unternehmen in den letzten Jahren berĂŒcksichtigt. Deshalb wurde die notwendige Personalanpassungsmaßnahme nicht nur nach den zugrunde zu legenden gesetzlichen Regelungen sondern soweit möglich auch ĂŒber alle Bereiche des Unternehmens durchgefĂŒhrt. „Allen betroffenen Mitarbeitern konnte ein fĂŒr die Situation außergewöhnlich gutes Angebot zur Vermeidung einer betriebsbedingten KĂŒndigung in Form des Eintritts in eine BeschĂ€ftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft unterbreitet werden“, hob Hoefer bei der heutigen Informationsveranstaltung hervor. Dabei war auch ein Vertreter der BeschĂ€ftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft MYPEGASUS anwesend, der die Mitarbeiter allumfassend informierte und das weitere Vorgehen erlĂ€uterte.
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