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© rob hill dreamstime.com Analysen | 27 September 2013

Elektroexporte noch verhalten

Die Entwicklung der deutschen Elektroexporte verlĂ€uft aktuell immer noch zĂ€h. Im Juni dieses Jahres sind die Ausfuhren der 842.000 InlandsbeschĂ€ftigte zĂ€hlenden Branche noch einmal um 1,8 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 12,9 Mrd. Euro zurĂŒckgegangen.
„Dieser RĂŒckgang war immerhin geringer als in den beiden vorangegangenen Monaten“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Im Gesamtzeitraum von Januar bis Juli 2013 summierten sich die Exporte der deutschen Elektroindustrie auf 91,4 Mrd. Euro und blieben damit 1,9 Prozent unter ihrem Vorjahreswert.“

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland verharrten im Juli 2013 mit 10,7 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres lagen sie mit insgesamt 77,6 Mrd. Euro noch 2,5 Prozent unter ihrem entsprechenden 2012er Wert.

Die deutschen Elektroexporte ins gesamte Europa haben zwischen Januar und Juli 2013 um 3,4 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 55,3 Mrd. Euro abgenommen. Insbesondere die Ausfuhren in die LĂ€nder der Eurozone gingen hier um 4,9 Prozent auf 27,8 Mrd. Euro zurĂŒck. Dagegen fiel der ExportrĂŒckgang nach Osteuropa mit minus 2,5 Prozent auf 14,5 Mrd. Euro vergleichsweise geringer aus.

Innerhalb der Eurozone sackten in den ersten sieben Monaten dieses Jahres vor allem die Branchenausfuhren nach Griechenland um 18,2 Prozent auf 0,5 Mrd. Euro, nach Italien um 16,4 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro, in die Slowakei um 9,1 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro und nach Finnland um 7,5 Prozent auf 0,7 Mrd. Euro ab. Dem stand außerhalb des Euroraums ein recht krĂ€ftiger Exportzuwachs nach Russland um 7,6 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro, in die TĂŒrkei um 6,2 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro und nach Norwegen um 5,5 Prozent auf 0,7 Mrd. Euro gegenĂŒber.

Das Plus in den ersten sieben Monaten 2013 bei den Elektroexporten nach Amerika (um 0,6 Prozent auf 11,0 Mrd. Euro), Afrika (12,8 Prozent auf 2,0 Mrd. Euro) und Australien/Ozeanien (2,8 Prozent auf 0,9 Mrd. Euro) hat nicht ausgereicht, um den RĂŒckgang der Ausfuhren nach Europa und Asien (um 0,2 Prozent auf 18,9 Mrd. Euro) vollstĂ€ndig kompensieren zu können.

Dabei stellt sich die Situation auch auf den einzelnen Kontinenten sehr unterschiedlich dar: WĂ€hrend etwa von Januar bis Juli die deutschen Elektroexporte nach Brasilien um 2,8 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro und in die USA um 0,5 Prozent auf 7,6 Mrd. Euro zurĂŒckgingen, legten sie nach Mexiko krĂ€ftig um 13,4 Prozent auf 0,9 Mrd. Euro zu. In Asien ist das Spektrum Ă€hnlich weit.

Hier stand einem nur verhaltenen Zuwachs der Branchenausfuhren nach Japan um 0,5 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro ein deutliches Plus nach China um 8,4 Prozent auf 7,4 Mrd. Euro und SĂŒdkorea um 11,6 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro gegenĂŒber. „Damit zeigt sich einmal mehr, wie wertvoll es im Rahmen der internationalen Ausrichtung der Branche ist, das Exportportfolio auf eine immer breitere Basis zu stellen“, so Dr. Gontermann.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1