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Allgemein | 05 Januar 2007

Klägliches Hin und Her bei BenQ Mobile

Eigentlich ist BenQ Mobile seit dem 1. Januar in der Insolvenz, da sich bis zum Jahreswechsel keine Investoren mit ernsthaften Absichten gemeldet hatten. Trotzdem tauchen immer wieder Meldungen auf, dass sich ein Interessent f√ľr die √úbernahme des angeschlagenen Unternehmens gefunden h√§tte.
So meldet dpa, dass eine Investorengruppe den gesamten Betrieb √ľbernehmen und mit zun√§chst 800 Besch√§ftigten weiter Handys entwickeln und herstellen will. Dem Insolvenzverwalter Martin Prager liege ein entsprechendes Kaufangebot mit konkreten Preisvorstellungen vor, teilte ein Mittelsmann am Donnerstag im Namen der Investorengruppe mit. "Was uns vorliegt, sind Interessensbekundungen", meinte dagegen die Sprecherin Pragers, diese seien eine gute Verhandlungsgrundlage, aber "weit entfernt von einem unterschriftsreifen Vertrag".
Insgesamt hatte Prager seit Anfang Oktober mit √ľber 100 Kaufinteressenten aus dem In- und Ausland gesprochen. "Die Palette der Interessenten reichte von namhaften Branchenunternehmen √ľber Finanzinvestoren bis zum Gl√ľcksritter." Viele Interessenten h√§tten sich nach dem Erstgespr√§ch und Sichtung der Informationsunterlagen zur√ľckgezogen, mit 31 Interessenten habe er intensive Verhandlungen gef√ľhrt. Ein gro√ües Problem war die Frage nach zuk√ľnftigen Ums√§tzen, da dieser im Zuge des Insolvenzantrags und des massiven Imageverlusts der Marken BenQ und BenQ Siemens stark eingebrochen war.
Mit der Er√∂ffnung des Insolvenzverfahrens soll der Betrieb nun geschlossen werden. "Ohne einen Investor ist dieses Unternehmen nicht weiterzuf√ľhren, denn es ist unter Vollkosten nicht profitabel. Damit w√ľrden wir auf Kosten der Gl√§ubiger Verluste produzieren und das d√ľrfen wir nicht", so Prager. Bis Ende Januar sind noch rund 160 Mitarbeiter in Kamp-Lintfort sowie 100 Kollegen in den Verwaltungen an beiden Standorten M√ľnchen und Kamp-Lintfort mit der Abwicklung der Produktion besch√§ftigt. Dann ist auch f√ľr sie Schluss und der letzte deutsche Handyhersteller ist Geschichte.
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