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© franz schloegl dreamstime.com Analysen | 10 September 2013

Auftragseingänge der Elektroindustrie legen im Juli zu

Im Juli dieses Jahres hat die deutsche Elektroindustrie 4,3 Prozent mehr AuftrÀge gesammelt als vor einem Jahr.
„Damit zieht die BestelltĂ€tigkeit in der Tendenz an“ sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Die InlandsauftrĂ€ge legten im Juli um 0,9 Prozent gegenĂŒber Vorjahr zu, die AuslandsauftrĂ€ge stiegen mit plus 7,6 Prozent deutlich krĂ€ftiger. WĂ€hrend Kunden aus dem Euroraum hier allerdings 4,9 Prozent weniger orderten als im Vorjahr, nahmen die Bestellungen aus DrittlĂ€ndern um satte 15,7 Prozent zu.

Über den gesamten Zeitraum von Januar bis Juli 2013 befinden sich die AuftragseingĂ€nge nunmehr 1,9 Prozent gegenĂŒber Vorjahr im Plus. Auch hier das geteilte Bild: Einem RĂŒckgang der inlĂ€ndischen Bestellungen um 0,9 Prozent steht ein Zuwachs der AuslandsauftrĂ€ge um 4,5 Prozent gegenĂŒber. Die Orders aus der Eurozone waren in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 1,5 Prozent gegenĂŒber Vorjahr rĂŒcklĂ€ufig, wohingegen sich die Bestellungen aus der Nicht-Eurozone um 8,3 Prozent erhöhten.

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Elektrounternehmen hierzulande fiel im Juli dieses Jahres noch 3,3 Prozent geringer aus als vor einem Jahr. „Damit lĂ€sst die fĂŒr den fortschreitenden Jahresverlauf eigentlich erwartete zunehmende Belebung der ProduktionstĂ€tigkeit immer noch auf sich warten“, so Dr. Gontermann. Zwischen Januar und Juli 2013 unterschritt der Branchenoutput sein entsprechendes Vorjahresniveau insgesamt um 4,2 Prozent.

Unterdessen haben die Elektrofirmen ihre ProduktionsplÀne im August dieses Jahres wieder optimistischer beurteilt als im Juli. 17 Prozent der Firmen wollen ihren Output in den kommenden drei Monaten erhöhen, 77 Prozent stabil halten und lediglich sechs Prozent verringern.

„Auch die Erlöse waren im Juli 2013 noch leicht rĂŒcklĂ€ufig, allerdings weniger stark als im Vormonat“, sagte Dr. Gontermann. Insgesamt gaben sie um 1,6 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 14,2 Milliarden Euro nach. Der Inlandsumsatz sank um 4,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz nahm dagegen um 1,4 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro zu. Die Erlöse mit Kunden aus der Eurozone verfehlten ihren Vorjahreswert im Juli mit 2,4 Milliarden Euro um 6,7 Prozent.

Unterdessen stieg der Umsatz mit Kunden aus DrittlĂ€ndern um 6,3 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro an. Von Januar bis Juli dieses Jahres belief sich der Branchenumsatz auf 94,8 Milliarden Euro; das sind 3,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Inlands- und Auslandserlöse gingen hier um 6,5 Prozent auf 48,2 Milliarden Euro und 0,8 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro zurĂŒck. In der Eurozone lag der Umsatz mit 17,0 Milliarden Euro 8,8 Prozent unter Vorjahr, außerhalb der Eurozone mit 29,6 Milliarden Euro hingegen 4,3 Prozent darĂŒber.

Nach dem leichten RĂŒckgang im Vormonat ist das GeschĂ€ftsklima in der deutschen Elektroindustrie im August dieses Jahres wieder deutlich gestiegen. Es befindet sich nunmehr auf dem höchsten Stand seit fast anderthalb Jahren.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2