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© Bosch Elektronikproduktion | 30 Mai 2013

Elektromobilität kann zum Massenmarkt werden

Bosch setzt auf die Zukunft des elektrischen Antriebs. „Heute ist ElektromobilitĂ€t noch ein NischengeschĂ€ft, nach 2020 kann sie allerdings ein Massenmarkt werden“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Robert Bosch GmbH.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, bringt Bosch die Technik von morgen schon heute in Serie. Bosch unterstĂŒtzt aktuell erste Serienprojekte wie den Fiat500e und fertigt unter anderem fĂŒr Porsche Komponenten fĂŒr fortschrittliche Plug-In-Hybrid-Antriebe. Diese Elektroantriebs-Variante wird immer hĂ€ufiger verkauft. Mit Blick auf die Zukunft investiert Bosch jedes Jahr rund 400 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung der ElektromobilitĂ€t. Im Fokus steht dabei der Kundennutzen im Alltag: „Ich gehe davon aus, dass Elektroautos im Jahr 2020 eine Reichweite von mindestens 300 Kilometern haben werden“, sagte Denner.
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Elektrisches Fahren erfordert vernetzte Technik und Dienstleistungen Denner betonte zudem, dass ElektromobilitĂ€t mehr als nur das Automobil umfassen wird: „Das Elektrofahrzeug wird ein vernetztes Fahrzeug sein, das Informationen mit seiner Umgebung austauscht. Diese Vernetzung steigert die Sicherheit und den Komfort des Fahrers.“ Aktuell fehle aber noch ein allgemeiner Standard fĂŒr den Datenaustausch. Erst wenn alle Fahrzeuge die gleichen Schnittstellen zur Kommunikation nutzten, könnten Dienstleistungsangebote fĂŒr alle Fahrer zugĂ€nglich gemacht werden. Auch hier rĂŒstet sich der Technologiekonzern fĂŒr die Zukunft. Als Beispiel nannte Denner das Projekt Hubject, bei dem sich Bosch an der EinfĂŒhrung einer flĂ€chendeckenden Ladeinfrastruktur fĂŒr Elektrofahrzeuge beteiligt. Dabei geht der Blick ĂŒber Deutschland hinaus: Gerade in den wachsenden Megacities der SchwellenlĂ€nder kann ElektromobilitĂ€t zusammen mit einer intelligenten Vernetzung helfen, viele Probleme zu lösen. ElektromobilitĂ€t erfordert Engagement in der Ausbildung Eine Herausforderung gilt es in den nĂ€chsten Jahren noch anzunehmen: „FĂŒr die Realisierung der Lösungen, die die ElektromobilitĂ€t erfordert, benötigen wir gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonte Denner. Bosch engagiert sich deshalb auch mit dem Robert-Bosch-Zentrum fĂŒr Leistungselektronik in Zusammenarbeit mit der Hochschule Reutlingen und der UniversitĂ€t Stuttgart. Denner plĂ€dierte dafĂŒr, dass sowohl weitere UniversitĂ€ten und Fachhochschulen als auch Ausbildungsbetriebe junge Menschen fĂŒr die ElektromobilitĂ€t schulen sollen. In diesem Zusammenhang stellte er heraus, dass dabei auch die Zahl von Frauen in technischen Berufen gesteigert werden mĂŒsse. Kraftfahrzeugtechnik ist der grĂ¶ĂŸte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2012 mit 31,1 Milliarden Euro 59 Prozent zum Umsatz bei.
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