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© daimy dreamstime.com Elektronikproduktion | 30 April 2013

WACKER startet im 1Q/2013 stabil

Die Wacker Chemie AG verzeichnet nach dem schwachen Schlussquartal des vergangenen Jahres eine spürbar höhere Kundennachfrage.
Vor allem bei Polysilicium, aber auch bei vielen Chemieprodukten hat WACKER im 1. Quartal 2013 seine Absatzmengen gesteigert. Sowohl der Umsatz als auch die Ertragszahlen sind deutlich besser ausgefallen als im 4. Quartal 2012. Die Werte des Vorjahresquartals hat der Münchner Chemiekonzern jedoch wie schon erwartet nicht erreicht. WACKER erzielte Januar bis März 2013 Umsatzerlöse von 1.076,3 Mio. € (Vj. 1.194,3 Mio. €). Das sind rund 10 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das niedrige Preisniveau bei Solarsilicium und Halbleiterwafern ist der wesentliche Grund dafür, dass der Umsatz des 1. Quartals 2012 nicht erreicht worden ist. Gegenüber dem Vorquartal (1.017,2 Mio. €) ist der Umsatz dagegen um 6 Prozent gewachsen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtszeitraum auf 164,5 Mio. € (Vj. 213,3 Mio. €). Das sind knapp 23 Prozent weniger als vor einem Jahr aber 23 Prozent mehr als im 4. Quartal 2012 (133,9 Mio. €). Für das Berichtsquartal errechnet sich eine EBITDA-Marge von 15,3 Prozent nach 17,9 Prozent im 1. Quartal 2012 und 13,2 Prozent im 4. Quartal 2012. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des 1. Quartals 2013 beträgt 32,2 Mio. € (Vj. 83,9 Mio. €). Die EBIT-Marge liegt entsprechend bei 3,0 Prozent (Vj. 7,0 Prozent). Das Periodenergebnis des Berichtsquartals beläuft sich auf 5,1 Mio. € (Vj. 41,8 Mio. €) und das Ergebnis je Aktie beträgt 0,08 € (Vj. 0,87 €). Die Ergebnisentwicklung des WACKER-Konzerns war im Zeitraum Januar bis März erneut maßgeblich geprägt vom niedrigen Preisniveau für Polysilicium. Die Preise für Solarsilicium lagen in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 erheblich unter dem Niveau des Vorjahres. Bei Siliciumwafern waren die Preise durchschnittlich um 7 Prozent niedriger als im 1. Quartal 2012. Dagegen war das EBITDA der drei Chemiebereiche in Summe um gut 5 Prozent höher als vor einem Jahr. Hier machten sich gestiegene Absatzmengen bei Siliconprodukten und Dispersionspulvern positiv bemerkbar. Im EBITDA des 1. Quartals 2013 sind 32,2 Mio. € (Vj. 36,6 Mio. €) an einbehaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen aus aufgelösten Verträgen mit Polysiliciumkunden enthalten. Auch Einsparungen bei den Sach- und Personalkosten haben das EBITDA im Berichtsquartal verbessert. Für das Gesamtjahr 2013 erwartet WACKER unverändert einen Konzernumsatz auf dem Niveau des Vorjahres (4,63 Mrd. €). Das EBITDA des Geschäftsjahres 2013 wird voraussichtlich unter dem Wert des Vorjahres (787 Mio. €) liegen. „WACKER ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen zufriedenstellend in das Jahr 2013 gestartet“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Dienstag in München. „Die Preise für Solarsilicium bleiben eine große Herausforderung. Nach wie vor positiv entwickeln sich unsere Chemiebereiche. Sie haben in der Summe bei stabilen Umsätzen eine höhere Marge erzielt als vor einem Jahr. Insgesamt wird 2013 für WACKER zwar nicht einfach werden. Mit unserem breiten Portfolio an Produkten für fast alle wichtigen Industriebranchen sind wir aber auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut aufgestellt.“ Regionen Asien war auch im 1. Quartal 2013 der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für die Produkte von WACKER. Der Konzern erzielte dort von Januar bis März 2013 Umsatzerlöse von 434,7 Mio. € (Vj. 487,1 Mio. €). Das sind knapp 11 Prozent weniger als vor einem Jahr. Mit Chemieprodukten hat WACKER im Berichtsquartal höhere Umsätze erwirtschaftet. Das konnte den Preisverfall bei Polysilicium und Halbleiterwafern jedoch nicht ausgleichen. Gegenüber dem 4. Quartal 2012 (404,1 Mio. €) hat WACKER seinen Umsatz in der Region Asien aber um knapp 8 Prozent gesteigert. In der Region Europa summierten sich die Umsatzerlöse im Zeitraum Januar bis März 2013 auf 256,7 Mio. € (Vj. 276,3 Mio. €). Das sind 7 Prozent weniger als vor einem Jahr, aber 7 Prozent mehr als im Vorquartal (240,0 Mio. €). Das Geschäft mit Polysilicium und Halbleiterwafern lag, vor allem preisbedingt, unter den Werten aus dem 1. und 4. Quartal 2012. Dagegen haben die Chemiebereiche in der Summe sowohl den Vorjahresumsatz als auch den Wert des Vorquartals gehalten, obwohl der lang anhaltende Winter die Nachfrage im Baugeschäft stark gebremst hat. In Deutschland hat WACKER im Berichtsquartal einen Umsatz von 159,9 Mio. € (Vj. 184,6 Mio. €) erwirtschaftet. Das ist ein Minus von über 13 Prozent. Maßgeblich waren auch hier die Konsolidierung der Solarbranche, die niedrigeren Waferpreise und der lange Winter. Den Wert des 4. Quartals 2012 (156,2 Mio. €) hat WACKER dank höherer Umsätze mit Siliconprodukten um gut 2 Prozent übertroffen. In der Region Amerikas blieb der Umsatz mit 183,7 Mio. € (Vj. 207,3 Mio. €) um rund 11 Prozent unter Vorjahr. Niedrigere Umsätze mit Halbleiterwafern hatten den größten Anteil an diesem Rückgang. Den Wert des 4. Quartals 2012 (182,6 Mio. €) hat WACKER dagegen geringfügig übertroffen. In den unter „Übrige Regionen“ zusammengefassten Märkten beliefen sich die Umsätze im 1. Quartal 2013 auf 41,3 Mio. € (Vj. 39,0 Mio. €). Das ist ein Plus von knapp 6 Prozent und rund 21 Prozent mehr als im 4. Quartal 2012 (34,2 Mio. €). In der Summe erwirtschaftete der WACKER-Konzern im 1. Quartal 2013 rund 85 Prozent (Vj. 84 Prozent) seiner Umsatzerlöse mit Kunden außerhalb von Deutschland. Mitarbeiter Zum Stichtag 31. März 2013 waren bei WACKER weltweit 16.248 (31.12.2012: 16.292) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Gegenüber dem Jahresende 2012 blieb die Beschäftigung damit nahezu unverändert. An den WACKER-Standorten in Deutschland waren zum 31. März 2013 12.587 (31.12.2012: 12.635) Beschäftigte tätig, an den internationalen Standorten waren es 3.661 (31.12.2012: 3.657) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ausblick Nach einem zögerlichen Start in das Jahr 2013 wird die Weltwirtschaft im weiteren Jahresverlauf ihren moderaten Wachstumskurs fortsetzen, wobei nach wie vor Risiken für die konjunkturelle Entwicklung bestehen.
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