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© Texcel Technology Plc Elektronikproduktion | 01 März 2013

UK Elektronik ist Klasse, OK?

Es scheint, als ob über dem Markt für Elektronikfertigung im Vereinigten Königreich dunkle Wolken schweben. Laut Peter Shawyer von Texcel ist dieser Eindruck jedoch völlig falsch.

Ich wurde letztens gefragt, was ich über die britische Elektronik-Industrie denke. Das brachte mich zum Nachdenken. Ich erkannte, dass ich, mit 40 Jahren Erfahrung - die 1973 (dem Jahr indem die ersten Intel 8080 produziert worden) begann - wirklich in der Lage bin, einen guten Blickwinkel auf die britischen Elektronik-Industrie habe. Die 1980er Jahre - als Margaret Thatcher noch Premierministerin war und Yuppies, klobige Handys und BMX Bikes der letzte Schrei waren - durchlief die UK Elektronikindustrie eine Hochzeit. Erinnern Sie sich an Fachzeitschriften, wo man die Artikelnummer in das Formular 'Weitere Informationen' eingeben musste? Damals waren die meisten Zulieferer noch in Großbritannien ansässig? Wir hatten steigende Beschäftigungszahlen und viele junge Talente fanden den Weg in die Industrie; angezogen vom Reichtum an Ausbildungsmöglichkeiten und Chancen für Hochschulabsolventen. Mit dem neuen Jahrhundert kam die Wende. Gerade als das World Wide Web erfunden wurde und ein Schauspieler namens Ronald Reagan das Weisse Hause regierte (das kann nicht noch einmal passieren, oder?), wurde der Ferne Osten zur Ersten Wahl wenn es um Kosteneinsparung ging. Die Geschäftsführer meckerten an den Supply Chain Managern herum, weil diese die Lieferkette nicht schon längst nach Asien verlagert hatten. Dieser Trend hat einige weitreichende Konsequenzen. Erstens verringert sich die Summe an Geld die im Land für elektronische Komponenten ausgegeben wird deutlich. Ditto bei Arbeitsplätzen in der Industrie, da viele große Unternehmen ebenfalls abwanderten Zweitens erhöhten viele Bauelemente-Distributoren den Einsatz und verlagerten die Distributionszentren von Großbritannien in andere Länder. Und schließlich - mit wichtigen Teilen der Branche unterrepräsentiert - verlor die Industrie ihren Nachwuchs. Jungen Menschen sehen den Sektor nicht mehr als potenzielle Karrierechance an. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden Elektronik-Unternehmen in Großbritannien effizienter und konkurrenzfähiger (nur um zu bestehen). Seit der Dotcom-Krise im Frühjahr 2001 können wir ein 'Wiederauftauchen' des Sektors beobachten. Jetzt - im Jahr 2013 - kann sich die britische Elektronik-Branche mehr als behaupten. Ein Problem ist die Sichtbarkeit - oder eben der Mangel daran. Trotz der Tatsache, dass die Branche jeden anderen Industrie-Sektor untermauert, bekommt man davon nicht viel mit. Einige Fakten:
  • Die britische Elektronik-Industrie beschäftigt direkt und indirekt rund 260'000 Menschen in der Konstruktion und Fertigung und erwirtschaftet rund GBP 23 Milliarden an Umsatz pro Jahr.
  • Die Fertigungsindustrie ist ein wichtiger Bestandteil der der britischen Elektronik-Industrie, angefangen von kleinen Lohnherstellern bis hin zu den wenigen großen Spielern. Es gibt rund 200 Lohnhersteller in Großbritannien und viele sind auf den Umgang mit High-Value/ Low-Volume Projekten spezialisiert. Sie bieten eine Alternative zu den fernöstlichen Unternehmen.
  • Großbritannien ist weltführend bei Design und Innovation und diese Unternehmen brauchen spezialisierte Unterstützung bei der Fertigung; Unterstützung die mittelständische CEMs bieten können.
CEMs haben die richtige Einstellung von "wir können, wir machen". Die Mehrheit der mittelständischen CEMs in Großbritannien sind seit vielen Jahren in der Branchen unterwegs. Sie wissen wie man die Erwartungen der Kunden erfüllt. Sie sind sich jedoch auch bewusst, dass sie genauso gut sind wie die Kunden, die sie beliefern. Die Wahl des richtigen Kundenportfolios ist für Wachstum und Stabilität wichtig. Ja; die letzten Monate brachten eine Reihe an Veränderungen im britischen CEM Sektor. Kleine CEMs werden auch weiterhin bei Kapitalverfügbarkeit unter Druck gesetzt. Große CEMs fühlen Druck bei den Margen und werden versuchen auf kleinere Kunden auszuweichen. Was jedoch nicht allgemein bekannt ist, ist die Tatsache wie gut es eigentlich den mittelständischen Unternehmen geht. Etwas, das wir viel öfter an die große Glocke hängen sollten. Was bringt die Zukunft? Unsere Gesellschaft wird immer älter und weniger Menschen arbeiten in der Industrie. Unserer Regierung muss dies bewusst werden und dem Fachkräftemangel in der Branchen entgegenwirken. Das vorrangige Anliegen der UK Elektronik-Industrie ist es, neues Blut - talentierte junge Auszubildende und Absolventen- zu gewinnen, welches die Branche in den nächsten 40 Jahren vorantreiben kann. In einer globalisierten Wirtschaft ist dies die Art von Investition, welche die Position Großbritanniens sichern wird. Eine Macht mit der man rechnen muss. Autor: Peter Shawyer - Commercial Director bei Texcel Technology Plc.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2