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© studio 37 dreamstime.com Elektronikproduktion | 22 Oktober 2012

Konsolidierung bei Akkuherstellern beschleunigt sich

Bereits 2010 warnte eine Roland Berger-Studie, dass nur sechs bis acht global tĂ€tige Akkuhersteller bis 2017 ĂŒberleben werden.
Doch dieser Konsolidierungsprozess auf dem Markt der Lithium-Ionen-Batteriehersteller setzt sich schneller durch, als vermutet. So mussten in den vergangenen zwei Jahren viele neue Akteure der Branche Konkurs anmelden – eine Konsolidierungswelle, dich sich in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren fortsetzen wird. Denn Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden mit niedrigen Gewinnen und Margen konfrontiert sein. Die GrĂŒnde: der massive Preisdruck, langsames Marktwachstum, starkes Wettbewerb sowie die Notwendigkeit, Innovationen weiter zu finanzieren. Die neue Studie "Lithium-Ion batteries – The bubble bursts" von Roland Berger Strategy Consultants zeigt, dass sowohl OEMs als auch Batteriehersteller in Zukunft auf neue Strategien setzen mĂŒssen, um auf dem umkĂ€mpften Markt bestehen zu bleiben. "Der riesige Hype um die Lithium-Ionen-Batterien hat sich als Blase erwiesen", erklĂ€rt Wolfgang Bernhart, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "Staatliche Förderungen und zu optimistische Wachstumsannahmen bezĂŒglich der ElektromobilitĂ€t haben zu großen ÜberkapazitĂ€ten gefĂŒhrt. Hinzu hat das ehrgeizige Ziel, rasch Skaleneffekte zu erzielen, einen heftigen Preiskampf zwischen etablierten Marktakteuren in Asien und Neulingen in den USA ausgelöst." Akkulieferanten können ihre Kapitalkosten nicht decken Auf der Basis einer fundierten Bottom-up-Kalkulation der Akkuzellen- und Materialkosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette belegt die Roland Berger-Studie, dass die Hersteller großer Lithium-Ionen-Batterien hĂ€ufig keine ausreichenden Einnahmen erzielen, um ihre Kapitalkosten zu decken. Denn gegenĂŒber den Automobilherstellern mussten Batterielieferanten erhebliche Preissenkungen hinnehmen – bis 2014/2015 werden OEMs zwischen 180 und 200 EUR/kWh fĂŒr große Akkuzellen zahlen. "Auf diesem Weg können Batteriehersteller nicht ausreichendes Cash Flow generieren, um wichtige Investitionen in neue und effizientere ProduktionsausrĂŒstung und F&E fĂŒr leistungsfĂ€higere Akkus zu tĂ€tigen. Doch das ist wiederum wichtig, um die Materialkosten zu senken", sagt Wolfgang Bernhart. Nur große Anbieter werden ĂŒberleben Die niedrigen Margen und das fehlende Kapital fĂŒr Neuinvestitionen fĂŒhren daher in den nĂ€chsten Jahren zu einer verstĂ€rkten Marktbereinigung. Nur wenige große Anbieter von Lithium-Ionen-Batterien werden dabei ĂŒberleben – allen voran aus Korea und Japan. In diesem Kampf ums Überleben werden daher sowohl die Akkuhersteller als auch ihre Kunden, die OEMs, gezwungen sein, ihre Strategien zu ĂŒberdenken. Denn alternative Technologien wie Start-Stop-Systeme oder die Leichthybridtechnik stellen fĂŒr Batteriehersteller keinen aussichtsreichen Markt dar. Neue Entwicklungen bei den Blei-SĂ€ure-Batterien stellen Anbieter von Lithium-Ionen-Batterien vor große Herausforderungen, um wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben. "Auf der anderen Seite mĂŒssen OEMs ihr Lieferantenportfolio ĂŒberdenken und mit den innovativsten Unternehmen zusammenarbeiten. Denn nur so können sie sich innovative Lösungen und bedeutende Kostenvorteile sichern", fasst Roland Berger-Stratege Bernhart zusammen.
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2019.02.19 15:52 V12.2.2-2