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Allgemein | 27 November 2006

Philips kauft Ulm Photonics

Mit dem Einstieg des Elektronikriesen Philips er√∂ffnen sich f√ľr das gerade mal sechs Jahre junge Unternehmen neue Dimensionen. Ulm Photonics wurde als Ausgr√ľndung der Universit√§t Ulm gegr√ľndet und besch√§ftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung vertikaler Laserdioden.
Im vorigen Jahr entdeckte Microsoft die inzwischen im Science Park t√§tigen Spezialisten als Zulieferer f√ľr seine Laser-Maus. Zuvor war Ulm Photonics vor allem in der Kommunikationstechnik, Sensorik und der Datenkommunikation t√§tig. "Unsere Zukunft sehen wir in der Automobilindustrie", betont Gesch√§ftsf√ľhrer Martin Grabherr. Sie biete einen riesigen Markt, einen langfristigen dazu. "Und wir sind schon drin." Mehr noch: "Derzeit sind wir hier noch der einzige Anbieter." Zahlreiche Zulieferer weltweit setzen demnach auf die Technologie der Ulmer T√ľftler. Von der Tote-Winkel-√úberwachung √ľber diverse Fahrerinformationssysteme bis zur Kollisionserkennung bieten die Laser-Winzlinge unterschiedlichste Anwendungsbereiche.

Ulm Photonics plant bereits einen Neubau, Neueinstellungen und den Ausbau der Produktion f√ľr diesen riesigen Markt.
Bereits bisher legte das Unternehmen ein gutes Tempo vor. "Drei Jahre lang haben wir unseren Umsatz verdoppelt, zuletzt verdreifacht auf mehr als vier Millionen Euro", berichtet der Gesch√§ftsf√ľhrer. Doch mit der √úbernahme durch Philips ergeben sich jetzt ganz neue M√∂glichkeiten. Laut Grabherr stehen nun Investitionen in H√∂he von "mehreren Millionen Euro" an.

"Unsere Interessen haben sich perfekt erg√§nzt", kommentiert Grabherr den Einstieg von Philips bei Ulm Photonics. Der neue Eigent√ľmer sei zwar schon Weltmarktf√ľhrer als Zulieferer der Automobilindustrie und verzeichne ein hohes Wachstum bei Festk√∂rperlichtquellen, so genannten Leuchtdioden also, aber der Laser-Bereich habe bei Philips bisher gefehlt. "Wir hatten einen Partner gebraucht, sie einen kompetenten gesucht", bringt es der Gesch√§ftsf√ľhrer auf den Punkt. Und Kontakt hatten beide Seiten schon zuvor. Martin Grabherr: "Sie waren ja schon Kunde bei uns. Das war f√ľr uns sicher die beste Empfehlung."
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