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Elektronikproduktion | 27 Juli 2012

Elektro-Hausgeräte in Deutschland gut nachgefragt

Zur Jahresmitte ziehen die HausgerÀte-FachverbÀnde im ZVEI eine positive Bilanz. Obwohl das Wachstum im zweiten Quartal nachgelassen hat, erfreuen sich elektrische HausgerÀte in Deutschland weiterhin einer guten Nachfrage.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist der Inlandsumsatz der Hersteller mit großen HausgerĂ€ten um etwa fĂŒnf Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. EinbaugerĂ€te haben zu dieser positiven Entwicklung ĂŒberdurchschnittlich beigetragen. „Die Nachfrage hat sich im zweiten Quartal zwar abgeschwĂ€cht, aber eine Trendwende sehen wir nicht“, kommentierte Dr. Reinhard Zinkann, Sprecher des Fachverbandes Haushalt-GroßgerĂ€te im ZVEI, die Entwicklung. Ungeachtet aller Krisen wĂ€chst der deutsche GroßgerĂ€temarkt somit im fĂŒnften Jahr nacheinander. GrĂŒnde sind zum einen der hohe Ersatzbedarf. Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre wurden besonders viele GerĂ€te neu angeschafft, die jetzt nach und nach ersetzt werden. Zum anderen bewirkt die gute Konjunktur im Wohnungsbau ein Nachfrageplus nach KĂŒchen und EinbaugerĂ€ten. Stabile Trends wie Bedienkomfort und Energieeffizienz beflĂŒgeln zudem den Markt. Dabei greifen die Verbraucher weiterhin hĂ€ufig zu höherwertigen GerĂ€ten. „Der HausgerĂ€temarkt bewegt sich in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau“, so Zinkann weiter. „Wir erwarten im zweiten Halbjahr ein stabiles GeschĂ€ft. FĂŒr 2012 in Summe gehen wir von einem Wachstum in Höhe von etwa drei Prozent aus.“ Ebenfalls gut lĂ€uft das GeschĂ€ft mit den kleinen HausgerĂ€ten. „Die kleinen Haushaltshelfer wandeln sich vom ArbeitsgerĂ€t zum Lifestyle-Objekt. Der Verbraucher honoriert das“, erklĂ€rt Georg Walkenbach, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbandes Haushalt-KleingerĂ€te. „Besonders Espresso- und KĂŒchenmaschinen, sowie Produkte fĂŒr Gesundheit und Körperpflege werden gut nachgefragt. Wir halten an unserem Ziel fest, den Inlandsumsatz in diesem Jahr um etwa drei Prozent zu steigern.“ Die HausgerĂ€tebranche erwartet demnach im Inland einen Jahresumsatz von etwa 5,1 Mrd. Euro mit GroßgerĂ€ten und 2,3 Mrd. Euro mit Haushalt-KleingerĂ€ten. Das ExportgeschĂ€ft wird durch die Auswirkungen der Eurokrise deutlich belastet. Etwa 70 Prozent des deutschen Exports von HausgerĂ€ten gehen ins europĂ€ische Ausland. Besonders in SĂŒdeuropa ist die Nachfrage weiterhin stark rĂŒcklĂ€ufig. Die HausgerĂ€tebranche rechnet daher mit einem ExportrĂŒckgang von zwei bis drei Prozent. Im Jahr 2011 wurden HausgerĂ€te im Wert von ca. 7,4 Mrd. Euro exportiert.
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