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Elektronikproduktion | 20 Juli 2012

Ostdeutscher Maschinenbau im Hoch

Die wirtschaftliche Lage im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau ist unverändert gut. Während die Kapazitäten vieler Unternehmen auf hohem Niveau ausgelastet sind, erreichte die Umsatzrendite im 2Q/2012 sogar einen Rekordwert.
Der Blick in die Zukunft ist dagegen etwas verhaltener als bisher. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage des VDMA-Landesverbandes Ost unter seinen 350 Mitgliedern in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th√ľringen. "Den meisten Unternehmen unserer Branche geht es momentan gut. Die Auftragsb√ľcher sind voll", wei√ü Reinhard P√§tz, Gesch√§ftsf√ľhrer des VDMA Ost. Deutlich wird das an der Entwicklung des Auftragsbestandes. So wiesen im zweiten Quartal 2012 79 von 100 Unternehmen einen besseren oder konstanten Auftragsbestand auf. Im Vorquartal sagten das 71 von 100 Unternehmen. √úberdurchschnittliche Entwicklung Dar√ľber hinaus stieg die durchschnittliche Kapazit√§tsauslastung. Sie lag bei 90,4 Prozent und bereits zum sechsten Mal in Folge √ľber dem langj√§hrigen Durchschnitt von reichlich 86 Prozent. "Erfreulich ist auch, dass sich das Gef√§lle zwischen den einzelnen Unternehmen verringert hat", so P√§tz. Ein enormer Aufw√§rtstrend war zudem bei der Umsatzrendite, dem prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens, zu verzeichnen. Dabei erh√∂hte sich vor allem die Zahl der Firmen mit einer Umsatzrendite von √ľber f√ľnf Prozent deutlich auf zirka 39 Prozent ‚Äď das ist mit Abstand der beste Wert seit Ende 2007. Dem Verband zufolge k√∂nnten dazu unter anderem der nachlassende Investitionsstau bei den Kunden sowie verbesserte Produktionsprozesse beigetragen haben. Neuakquise schwierig "Es gibt jedoch auch Schattenseiten. So wirkt sich beispielsweise die Entwicklung in der Photovoltaik-Branche auch auf einige Unternehmen des Maschinenbaus nachteilig aus", erkl√§rt P√§tz. Ebenso gestalte sich die Neuakquise von Auftr√§gen aufgrund der Euro-Krise und des starken nationalen sowie internationalen Wettbewerbs teilweise schwierig. Als problematisch bezeichneten die Unternehmen au√üerdem die kurzfristige Auftragsvergabe, Lieferengp√§sse der Zulieferer, hohe Material- und Energiekosten, die Finanzierungsforderungen der Kunden, die mangelnde Verf√ľgbarkeit von qualifizierten Fachkr√§ften, die niedrige Zahl an Bewerbern f√ľr die vorhandenen Ausbildungspl√§tze und das sinkende Schulbildungsniveau. Vielfach gute Gesch√§ftsaussichten Der guten Auftragslage stehen vor allem die Unw√§gbarkeiten der Euro-Krise gegen√ľber. Daher blicken die Unternehmen mit gr√∂√üerer Skepsis als bislang auf die kommenden Monate. 78 von 100 Firmen erwarten f√ľr das dritte Quartal 2012 gleichbleibende oder bessere Gesch√§fte ‚Äď Ende M√§rz sagten das 86 von 100 Unternehmen. "Das hei√üt jedoch nicht, dass sich eine Trendwende ank√ľndigt. Vielmehr √§u√üerten sich eher die Unternehmen zur√ľckhaltend, die derzeit ein sehr gutes Auftragsniveau mit hoher Umsatzrendite besitzen", ist P√§tz f√ľr die weitere Entwicklung zuversichtlich.
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